Gekrümmte Linien, rasante Kurven
Porsche-Pavillon von Henn in Wolfsburg eröffnet
Der Themenpark der Autostadt Wolfsburg ist auch als Freilichtmuseum für Architektur-Pilger bekannt – und hat jetzt einen neuen spektakulären Pavillon erhalten. Das Büro Henn (München, Berlin) hat zusammen mit WES Landschaftsarchitekten (Berlin, Hamburg) und HG Merz mit jangled nerves (beide Stuttgart) kürzlich den Porsche-Pavillon realisiert, in die künstliche Lagunenlandschaft eingefügt und 400 Quadratmeter Ausstellungs- und Präsentationsfläche inszeniert.
Der Pavillon liegt an der zentralen Achse des Areals und muss nicht fürchten, gegenüber seiner Nachbarn ein Schattendasein zu führen: Alles an dem Gebäude und seinen Außenanlagen scheint in rasanter, dabei eleganter Bewegung zu sein. Die geschwungene Großform hat eine fugenlose Hülle aus matten Edelstahlblechen, was den skulpturalen Charakter weiter unterstreicht. Je nach Witterung und Tageszeit verändert sich die Oberfläche.
An der Eingangsseite kragt eine asymmetrisch geformte Welle 25 Meter über die Wasseroberfläche der Lagune aus. Das ist nicht nur eine große Einladungsgeste, sondern bildet zudem einen geschützen Außenraum und eine Veranstaltungsfläche für Hunderte von Besuchern.
Die Hülle trägt das Gebäude. Insgesamt 620 Deckenbleche aus Edelstahl wurden mit aussteifenden Spanten verschweißt, das Ganze auf einer Schiffswerft vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt.
Entlang der Lagune zieht sich eine gebogene Treppenlandschaft. Ein neu geschaffener kleiner Platz mit Wasserspielen und Bäumen verbindet den neuen Pavillon mit seinem älteren Nachbarn für die Volkswagen-Nutzfahrzeuge; so entsteht ein Rundgang durch verschiedene Themenbereiche.
Innen nimmt eine elliptisch verlaufende Rampe den äußeren Schwung des Baus auf und führt zu einer tiefer gelegenen Präsentationsfläche. Auf beiden Ebenen wird die Geschichte der Marke Porsche inszeniert.
Fotos: HG Esch
Der Innenraum kommt bei den Fotos leider schlecht weg. Wir erinnern uns:
Firmitas +++
Utilitas ?
Venustas +++
also entweder sind das hier alles henn-mitarbeiter oder man leidet neuerdings an geschmacksverirrung. mit eigenen Mitteln geschlagen? -> Selten so einen banalen Körper gesehen. Noch immer haben viele nicht verstanden, dass Zaha diese Blob-Phase, die nun Henn zelebriert, hier schon seit fast 10 Jahren überwunden hat. Sicher sind die Fotos von Esch sehr gut, aber die Architektur? Irgendein Geschwür/Gewulst, welches sich klobig über dem Wasser halten will. "Käferdach als Porscheurform"... Ja sicher.
3/10 und das nur wegen den Fotos.
Schön geworden, ab nach Wolfsburg!