Landesbank Baden-Württemberg
Neubau in Karlsruhe eingeweiht
Da ist sie wieder, die poppige Architektur des Briten Michael Wilford: Am 23. November 2007 wurde in Karlsruhe der Neubau der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) eingeweiht. Der 2005 begonnene Bau auf dem Gelände des City-Parks hat 40 Millionen Euro gekostet und ist nun der neue Arbeitsort für rund 400 Mitarbeiter der LBBW, die sich bisher auf Mietobjekte verteilt haben. Die Zusammenführung unter einem Dach soll ein Arbeiten mit kurzen Wegen und direkter Interaktion ermöglichen.
Das von Wilford Schupp (London/Stuttgart) entworfene, 140 Meter lange Bürogebäude mit den bunten Fensterlaibungen, das auf magentafarbenen V-Stützen ruht, überbrückt ein Sockelgebäude mit Naturstein- und Glasfassaden.
Bei der Innenraumgestaltung des Neubaus wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ein Konzept umgesetzt, das die rund 18.000 Quadratmeter große Bürofläche nach den jeweiligen Erfordernissen flexibel nutzbar macht. Von Einzelbüro bis Open-Space-Nutzung ist alles möglich.
Um möglichst viele Arbeitsplätze nicht zur Straße hin orientieren zu müssen, wurde der asymmetrische Grundriss mit der verlängerten Fassade hin zur Parkseite entwickelt.
An den schrägen Schnittstellen der einzelnen Gebäudeteile sind Meeting-, Gemeinschafts- oder Pausenflächen angeordnet, die für alle Mitarbeiter als soziale und kommunikative Treffpunkte dienen.
Zur Kühlung des Gebäudes dient im Wesentlichen die mit Kaltwasser durchströmte Betondecke. Zum Heizen wird Fernwärme der Stadtwerke Karlsruhe genutzt, die als Abfallprodukt der Stromerzeugung im Heizkraftwerk am Rheinhafen anfällt.
Schaut Euhc das Gebäude nachts an! Der Effekt mit den farbig beleuchteten Fensterleibungen ist sehenswert. Senkrecht auf die Fenstergeschaut sieht man keine Farbe, erst wenn man den Kopf dreht sieht man die bunten einfassungen der anderen Fenster. Ein sehr bewegter Effkt der an filmstreifen erinnert. Ich hatte das Gefühl da sollte eigentlich eine Filmakademie rein. Nachts ist auch die Farbe der rosa Stützen angenehmer. Der in den Boden eingeschnittene essensbreich auf der Rückseite ist ebenfalls sehenswert. Sehr minimalistisch und klar geformt. Tagsüber gefällt mir das Gebäude überhaupt nicht. Die Zunge am eingang stößt mir ebenfalls unangenehm auf.