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18.09.2012

Segel für die Kunst

Museumsneubau von Renzo Piano in Oslo


Gestrandetes Boot im Fjord von Oslo: Die norwegische Astrup Fearnley Collection bekommt 19 Jahre nach Gründung ein neues Haus für ihre Sammlung. Nur wenige Minuten von Snøhettas Oslo-Oper entfernt wird am 29. September das Museumsensemble an der Uferpromenade offiziell eröffnet. Entworfen und geplant von Renzo Piano Building Workshop zusammen mit Narud-Stokke-Wiig NSW A+P (Oslo), markiert das Astrup Fearnley Museet eine neue Landmarke für das Quartier Tjuvholmen mit Blick über den Fjord.

Die besondere Lage wird von der Landschaftsplanung aufgegriffen. „Das Museum beginnt außerhalb“, erklären die Architekten. „Der Park ist ein organisches Spiel von Kanälen, Brücken und Wiesen, wo die Skulpturen der Selvaag Sammlung in der Natur und in der Piazza ausgestellt werden.“
Das Museum setzt sich aus drei mit Holz verkleideten Baukörpern zusammen – die Glasdächer der einzelnen Ausstellungsgalerien sind an die Form eines Segels angelehnt, die sich über die Gebäude in Richtung Land in die Höhe schwingen. Schlanke Stahlstützen, die geschwungenen Glasdächer und die Holzverkleidung mit dem leicht silbergrauen Witterungsschutz sollen dem 7.000 Quadratmeter großen Ensemble den Charme eines Segelschiffs verleihen.

Im Inneren erleben die Besucher die Sonderausstellung der Astrup Fearnley Collection, die übrigens hauptsächlich auf zeitgenössische amerikanische Künstler fokussiert ist, in einem Raum mit doppelter Höhe; das natürliche Licht wird von dem Glasdach gefiltert. Ebene für Ebene folgt eine Reihe von kleineren Ausstellungsräumen, die durch Brücken miteinander verbunden sind und immer wieder den Blick auf Park, Piazza und Fjord freigeben. Zwei weitere Ausstellungshallen stehen auf der anderen Seite des Kanals, der mitten durch den Park fließt  – dort ist die Dauerausstellung des Astrup Fearnley Museet zu sehen.

Zur großen Einweihungszeremonie des Neubaus am 27. September werden neben Königin Sonja von Norwegen und Renzo Piano auch einige der ausgestellten Künstler erwartet – darunter Namen Richard Prince, Cindy Sherman, Jeff Koons und Damien Hirst. Die Kosten für den Neubau werden mit umgerechnet rund 80 Millionen Euro angegeben.

Fotos: Nic Lehoux, Astrup Fearnley Museeet


Zum Thema:

Download der Baunetzwoche#99 Fjordstadt Oslo


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