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12.07.2012
Art goes underground
Museumserweiterung in London
Das weltweit größte Museum für Kunst und Design wird noch größer. Im Jahr 2011 hatte das Londoner Büro Amanda Levete den Wettbewerb für die Erweiterung des Victoria and Albert Museum gewonnen – nun liegt die offizielle Baugenehmigung vor.
Der Entwurf soll eine spürbare Durchlässigkeit des Stadtraums zum Ausdruck bringen und eine Beziehung zwischen Museum und Straße formulieren, die bislang nicht besteht. Amanda Levete beschreibt das Konzept: „Wir nehmen eine Neuinterpretation des Dialogs zwischen dem Victoria und Albert Museum und der Exhibition Road vor. Dadurch entsteht ein neuer öffentlicher Raum im kulturellen Herzen Londons.“ Ein neuer Eingangshof soll den Zugang zum Museum attraktiv gestalten: Indem er die Gebäude an der Exhibition Road miteinander verbindet, wird er auf allen Seiten von beeindruckenden Fassaden begrenzt; Installationen, Veranstaltungen und ein Café sollen auch Laufpublikum anziehen.
Beim Betreten dieses Hofs erhalten die Besucher sofort eine Ahnung von der neuen Galerie unter ihren Füßen: Die Oberfläche des Platzes korrespondiert mit der gefalteten Deckenstruktur des 30 Meter langen unterirdischen Ausstellungsraums. Laut Architekten ist die Form der Decke von der neogotischen und neoklassizistischen Tradition inspiriert; mehrere Oberlichter lassen Tageslicht ein.
Der Abstieg in die Galerie wird durch Lichtgestaltung und das Spiel zwischen alten und neuen Elementen als „Reise“ inszeniert. Entlang des Wegs öffnen sich gerahmte Ausblicke auf die Fassaden des Museums; wechselnde Intensität des Tageslichts soll für dramatische Spannungsmomente sorgen. Die Fertigstellung ist für Ende 2015, die Eröffnung für 2016 geplant.
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