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17.05.2010
Geometrische Episoden
Museumsanbau von Preston Scott Cohen in Tel Aviv
Erst Anfang des Jahres wurde in Tel Aviv das neue Designmuseum von Ron Arad eröffnet (siehe BauNetz-Meldung vom 1. Februar 2010), das sich nun „durch“ den südlichen Vorort Holon „schlängelt“, da kündigt sich schon ein weiteres Architekturhighlight an: Der Erweiterungsbau des Tel Aviv Art Museums steht im Rohbau und soll Mitte 2011 eingeweiht werden.
Das Bostoner Architekturbüro Preston Scott Cohen, das 2003 den Wettbewerb gewann (siehe BauNetz-Meldung vom 11. Juli 2003), hat den flachen Museumsbau zusammen mit den israelischen Architekten Namet Nemlich geplant. Neben Ron Arads locker geschwungener „rostroter Luftschlange“ hat der dreieckige Neubau von Preston Scott Cohen vielmehr eine streng geometrische Wirkung, die auf Grund der Faltungen auf einen dynamischen Effekt setzt.
In unterschiedlichen Winkeln klappen und drehen sich die einzelnen Flächen der Fassade. Die Fassade des flachen Solitär nimmt durch die horizontalen und vertikalen Fensterschlitze Beziehungen zu allen drei Seiten auf. Vorgefertigte Paneele aus Beton wurden parametrisch entwickelt und auf eine Stahlkonstruktion montiert, dabei ist keines der Elemente größer als 15 Quadratmeter.
Die quaderförmigen Galerieräume sind um ein 26 Meter hohes spiralförmiges Atrium organisiert – laut der Architekten ist so Etage für Etage ein „Stapel geometrischer Episoden“ entstanden. Das seit 1932 bestehende Tel Aviv Art Museum ist insgesamt um 20.000 Quadratmeter Fläche erweitert worden, damit ist nun auch eine der letzten Grundstücksreserve in der Innenstadt Tel Avivs bebaut.
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