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22.02.2010
Horizontales Zick-Zack
Museum von Preston Scott Cohen in China
Für eine große Geste ist er anscheinend immer zu haben, der amerikanische Architekt Preston Scott Cohen aus Cambridge/Massachusetts. Die Volksrepublik China schient dazu auch eine passende Bühne zu sein, wie es auch schon das Performing Arts Center in Nanjing zeigte (siehe BauNetz-Meldung vom 1. Februar 2010).
In Taiyuan, der Hauptstadt der im Norden gelegenen Provinz Shanxi, wurde im vergangenen Sommer mit den Bauarbeiten des neuen Kunstmuseums begonnen – nun kann demnächst das Richtfest gefeiert werden. Noch 2010 soll das Taiyuan-Museum eröffnet werden.
Das 40.500 Quadratmeter große Ausstellungsgebäude entsteht im Auftrag der Stadt Taiyuan. Die Architekten hatten 2007 mit ihrem Vorschlag einer zackigen, introvertierten Skulptur den Wettbewerb für sich entscheiden können. Die einzelnen Räume ergeben sich aus meist drei oder fünfeckigen Kuben, die durch Stapelung und Reihung eine Raumabfolge ergeben und den Baukörper formen. So entstehen interessante, teilweise gewaltige Vor- und Rücksprünge in der steinernen Fassade. Die Lücken werden als begrünte Innenhöfe in das Gebäude mit einbezogen und sollen so den Baukörper nicht zu einer Insel in der Landschaft werden lassen, sondern die Trennung zwischen innen und außen weitgehend aufheben.
Der Besucher betritt das Gebäude über eine lange Rampe und erhält zunächst Einblick in einen der größeren Innenhöfe. Es folgt der Eingang mit einem großzügig geplanten Foyer, die einzelnen Ausstellungsräume und die jeweiligen Zwischenzonen, die zur Entspannung dienen sollen. Eine weitere großzügige Rampe auf dem Dach ermöglicht den Ausblick über Stadt und Park.
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