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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Muenchener_Gymnasium_umgebaut_763334.html

22.04.2009

Lebensraum Schule

Münchener Gymnasium umgebaut


„G8“ bedeutet im Jargon der Kultusbürokratie nicht etwa ein Gipfeltreffen mit acht Teilnehmern, sondern das Kürzel steht für die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre und die Umstellung der Schulen auf Ganztagsbetrieb. Damit wird es erforderlich, viele Schulgebäude für eine tägliche Essensversorgung umzubauen. Im Falle des Münchener Luisengymnasiums wurde neben einer neuen Mensa außerdem eine Cafeteria realisiert. Diese „G8“-Maßnahme wurde hier von dem jungen Münchener Büro bodensteiner · fest entworfen und am gestrigen 21. April 2009 offiziell eingeweiht.

Die Architekten erläutern: „Durch Einbeziehung von Räumen des benachbarten Berufsbildungszentrums konnte ein attraktiver Mensabereich entlang zweier Lichthöfe im Untergeschoss der beiden denkmalgeschützten Gebäudeteile realisiert werden. Bei der Planung haben die Architekten besonderen Wert auf die Führung des Tageslichts und die Übersichtlichkeit gelegt. In minimalistischer Formensprache unterstützen die baulichen Eingriffe die denkmalgeschützte Bausubstanz von Theodor Fischer und treten mit ihr in einen selbstverständlich wirkenden Dialog.

Im Erdgeschoss des Neubaus aus den 1980er Jahren wurden zwei Ladeneinheiten entlang der Elisenstraße ins Schulgebäude integriert und zur Cafeteria umgebaut. Der Raum dient der Entspannung und Kommunikation und ist entsprechend aktueller Anforderungen an eine Ganztagsschule im Sinne eines ‚Lebensraums Schule‘ konzipiert. Mit vom Putz befreiten Sichtbetonwänden, einem dimmbaren Lichtteppich aus Leuchtstoffröhren, einem Nuss-Industrieparkettboden und einer Sitzlounge haben die Architekten der Cafeteria den größtmöglichen Kontrast zur Lern- und Schulatmosphäre des restlichen Schulhauses verliehen.
Hier wurde Raum für die sozialen Begegnungen geschaffen, die in der traditionellen Halbtagsschule im privaten Bereich ihren Platz hatten. Vom Barhocker entlang der Fassade über Massivholztische und -bänke bis zur 12 Meter langen, gepolsterten Lounge werden hier unterschiedlichste Aufenthaltsqualitäten angeboten.“ 

Nicht nur, dass die Architekten gute Architektur realisiert haben, sie verbinden damit auch eine pädagische Wirkung: „Von der anspruchsvollen Gestaltung versprechen sich die Planer die Schulung des Bewusstseins der Schüler für Gestaltqualität und einen sorgsamen Umgang mit dem Gebäude.“ Man darf gespannt sein.


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