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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Muellverbrennungsanlange_von_SHL_in_Shenzhen_4686335.html

08.02.2016

Abfall als Attraktion

Müllverbrennungsanlange von SHL in Shenzhen


Müllverbrennung als Attraktion? In China fällt mit wachsendem Wohlstand mehr Abfall an als Verbrennungsanlagen in Luft auflösen können. Die Kopenhagener Büros schmidt hammer lassen Architects und Gottlieb Paludan Architects werden nun Chinas größte Müllverbrennungsanlage am Rand von Shenzhen bauen. Die Shenzhen East Waste-to-Energy Plant wird täglich 5.000 Tonnen verbrennen, was in etwa einem Drittel des Abfalls der 20-Millionen Stadt entspricht. Mit neuesten Technologien der Verbrennung und alternativer Energieerzeugung ausgestattet, soll die gigantische Anlage auch neugierigen Besuchern offenstehen.

Mit ihrem Entwurf, der auf einem kreisrunden Grundriss aufgebaut die gängigen Kubaturen einer Industrieanlage bricht, gewannen die beiden Büros den ersten Preis des entsprechenden Wettbewerbs. Die runde Form minimiere die Grundfläche des Baukörpers und reduziere damit auch die für das Gebäude nötige Baugrube und Aushub.

Trotzdem ist die Anlage von nicht geringem Ausmaß, was besonders dann bewusst wird, wenn die Architekten den 1,5 Kilometer langen öffentlichen Walkway entlang der flachen Dachkante des Gebäudes beschreiben. Besucher gelangen durch ein Empfangszentrum mit Blick auf die Verbrennungsmaschinerie und über eine Art Lehrpfad – entlang der verschiedenen Stationen des Verbrennungsprozesses – durch das Gebäude bis auf das Dach. 44.000 von insgesamt 66.000 Quadratmeter Fläche sollen hier mit Photovoltaik-Paneelen versehen werden. Damit will das Projekt einen „saubereren Umgang mit dem städtischen Müll“ demonstrieren. Das Gebäude stelle den Müllverbrennungsprozess als wichtigen Beitrag zum Umgang mit dem wachsenden Abfall zur Schau und verdeutliche dabei auch umweltfreundlichere Methoden der Energiegewinnung, erklären die Architekten.

Zur Steigerung der Attraktivität für Besucher ist die Anlage in einen Landschaftspark integriert. Das Projekt soll bis 2020 umgesetzt werden. (lr)


Zu den Architektenprofilen:

schmidt hammer lassen architects


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