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12.02.2016

Lob der Hecke

MVRDV detaillieren ihre Pläne für Caen


Viele städtebauliche Entwürfe werden mit der Überarbeitungsphase leider nicht nur realistischer, sondern oft auch banaler. Allzu simple räumliche Lösungen, maximale Ausnutzungen aller Flächen und möglichst ökonomische Typologien – da geht schnell jegliche Komplexität und Großzügigkeit verloren. Anders erging es MVRDV mit ihrem Masterplan für das nordfranzösische Caen – ihr siegreicher Wettbewerbsentwurf von 2013 wurde in der Zwischenzeit noch vielschichtiger.

Als „großes Mosaik“ bezeichnen die Rotterdamer ihren Plan, der sich auf eine Flussinsel bezieht, die vom Stadtzentrum bis zur Mündung der Orne ins Meer reicht. Dort waren früher Fabriken der Schwerindustrie beheimatet, deren Hinterlassen MVRDV in ihre Planungen miteinbeziehen – ein interessanter Schritt, damit Caen bei seinem neuen Quartier weder räumlich noch atmosphärisch bei Null anfangen muss. Auf über 600 Hektar sind unterschiedliche Nutzungen, Dichten und Qualitäten geplant, wobei ein sekundäres Netzwerk aus Straßen und öffentlichen Räumen zwischen den alten und den neuen Strukturen vermitteln wird. Dieses Prinzip sei von den historischen Heckenlandschaften der Normandie inspiriert, so MVRDV.

Drei Teilgebiete des Masterplans wurden in den letzten zwei Jahren besonders detailliert betrachtet, um die städtebaulichen Instrumente auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen. Insbesondere hinsichtlich der Gebäudetypologien ergaben sich dabei bemerkenswerte Anpassungen – aus Straße und Block wurde ein weitaus komplexeres Stadtgewebe mit viel Grün. Auch die beiden benachbarten Gemeinden Hérouville Saint-Clair und Mondeville wurden stärker mit in die Planung einbezogen.

Das Ergebnis verstehen MVRDV und die beteiligten Büros Diagram Architecture, Territoires, Pro Devéloppment sowie der Soziologe Philippe Cabane noch immer nicht als endgültigen Plan, sondern weiterhin als flexible Vision – der nun allerdings sehr spezifische räumliche Setzungen zu Grunde liegen. (sb)


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