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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Kulturzentrum_in_Koeln_eroeffnet_1363229.html

25.10.2010

Neuer Glanz

Kulturzentrum in Köln eröffnet


Fertig war der Neubau für das Kölner „Kulturquartier am Neumarkt“ bereits in diesem Sommer (siehe BauNetz-Meldung vom 22. Juni), nun konnten am vergangenen Wochenende – vollständig eingerichtet – die beiden darin untergebrachten Museen „Rautenstrauch-Joest“ und „Schnütgen“ fürs Publikum geöffnet werden. Entworfen wurde der Bau vom Büro Schneider und Sendelbach (Braunschweig), das bereits 1996 einen EU-weiten Wettbewerb gewonnen hatte. Die Eröffnung markiert den Abschluss einer 14-jährigen Planungs- und vierjährigen Bauzeit. Der Kölner Kulturdezernent Georg Quander sprach dann auch vom „glanzvollsten Kulturereignis dieses Jahres in unserer Stadt“.

Das Kulturquartier soll den beiden Häusern einen „würdigen und zugleich modernen Ort“ bieten. In dem 88,50 Meter langen Gebäude sind über 12.000 Quadratmeter Nutzfläche entstanden, davon stehen den Dauerausstellungen der beiden Museen künftig über 5.000 zur Verfügung, darüber hinaus gibt es fast 2.000 Quadratmeter für Sonderausstellungen. Die neuen Ausstellungen wurden vom Atelier Brückner (Stuttgart) gestaltet.

Auch der für das Museum Schnütgen neu angelegte Cäciliengarten führt mit seinen vier quadratischen Beeten die Leitmotive der Architektur fort: „Klar, gerade und mit wenigen Materialien gestaltet“, so werden diese von der Pressemitteilung der Stadt Köln umrissen.

Die Architekten haben die unterschiedlichen Institutionen in einem großen Gebäudekörper untergebracht, der durch gläserne Zwischenräume gegliedert und organisiert wird, von den Architekten als „Fugenräume“ bezeichnet. Die beiden tiefen Gebäuderiegel nehmen die Ausstellungsräume auf, im östlichen, schmalen Riegel liegen die gemeinsamen Einrichtungen wie Foyer, Kasse, Cafe und der unentbehrliche Museums-Shop. „Dem Charakter eines Ortes, der Ausstellung und Bewahrung gewidmet ist, entspricht die massive Ausbildung des Gebäudekörpers“, schreiben die Architekten. „Über einem Kern aus Beton legt sich die Fassade aus manuell gebranntem Stein – ein Verweis auf die römische Geschichte der Stadt.“

Deweiteren gibt es im Gebäude auch eine Bibliothek, eine Tiefgarage und einen Veranstaltungssaal für bis zu 300 Personen, der von den Museen, aber vor allem von der Volkshochschule genutzt werden soll. Die Bau- und Planungskosten werden mit 73,7 Millionen Euro angegeben, hinzu kommen die Einrichtungskosten für die Ausstellungen in Höhe von 13,7 Millionen.


Zu den Architektenprofilen:

ATELIER BRÜCKNER


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