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21.01.2009
Blau leuchtender Riesenkubus
Konzerthaus in Kopenhagen eingeweiht
Am 17. Januar wurde – mit zwei Jahren Verspätung und verdreifachten Baukosten – feierlich die Eröffnung der neuen Symphonie in Kopenhagen gefeiert. Der Entwurf stammt von dem französischen Architekturbüro Ateliers Jean Nouvel (Paris), das seit 1999 an den Planungen für das neue Konzerthaus des Dänischen Rundfunks arbeitet.
Herausgekommen ist dabei eine ca. 45 Meter lange Box mit einer transparenten, blauen Medienfassade, auf die nachts Bilder projiziert werden können. Eine blaue Glasfiberplane umhüllt das quaderförmige Außengerüst und lässt dabei aber die Betonkonstruktion der Konzerthallen durchschimmern.
Der Innenraum des Neubaus ist geprägt von Rampen und Kurven. Die vier unterschiedlich großen Konzertsäle (der größte fasst 1.800 Besucher) sind durch großzügig gestaltete Wandelgänge miteinander verbunden.
Die Süddeutsche Zeitung beschreibt das neue Konzerthaus als „leuchtend blauen Kubus zwischen Betonwüste und Brachland (...) mit einem futuristisch kargen Foyer“. In der FAZ hört man noch deutlichere Kritik, wenn von einem „dekorlosen Riesenkubus am Rande der Kopenhagener City“ die Rede ist, „einem kantenscharfen Klotz am Ufer des neuen Stadtteils Ørestad“.
Zur Eröffnungsgala wurde aber nicht nur der endlich fertig gestellte Neubau, sondern auch die dänisch-französische Freundschaft zelebriert. In Kopenhagen freut man sich nun über ein weiteres, internationales Architekturhighlight und konnte so auch die Baukosten von umgerechnet rund 230 Millionen Euro fürs Erste vergessen.
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