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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Jugendzentrum_in_Hamburg_fertig_gestellt_1350729.html

20.10.2010

Das Haus als Sportgerät

Jugendzentrum in Hamburg fertig gestellt


Nicht nur für den „Sportpapst“ Ingo Froböse ist dieses Haus wohl ein Musterbeispiel gelungener Architektur – integriert es doch Bewegung und Sport auf sinnfällige Weise in die Nutzung des Gebäudes –, auch uns gefällt es ziemlich gut: Das Haus der Jugend in Hamburg-Kirchdorf, nach den Plänen von Kersten + Kopp Architekten (Berlin) erstellt, ist jetzt eröffnet worden. Es soll als Auftaktprojekt für die Freizeit-, Sport- und Weiterbildungsbauten der Internationalen Bauaustellung in Hamburg-Wilhelmsburg wirken und hier einen neuen Maßstab setzen.

Der dreigeschossige Baukörper bildet mit der benachbarten Maximilian-Kolbe-Kirche und dem neuen Stadtplatz eine Art „Insel“ im heterogenen Stadtgefüge Kirchorfs. Die Architekten gliedern das Haus in zwei Hauptebenen: eine belebte, offene Zone im Erdgeschoss sowie einen Lern- und Arbeitsbereich im Obergeschoss, in den die Jugendlichen sich zurückziehen können. Als Bindeglied zwischen den beiden Ebenen fungiert eine dreigeschossige Eingangshalle, von der aus auch eine multifunktionale Aula beziehungsweise Turnhalle mit Umkleidekabinen erschlossen wird.

Das Gebäude erhält laut Architekten „seine skulpturale Ausbildung durch die Addition von Sportelementen, die Teil des Gebäudes werden und dieses gleichsam als ein Sportgerät definieren. Zu öffentlichem Vorplatz und zur Straße ist eine Skaterbahn mit eingehängter Minipipe angeordnet. Ein Kletterturm mit seiner facettierten Spritzbetonfassade orientiert sich zum Kirchhof. Aus dem Volumen des Baukörpers ist ein sechs Meter hoher Raum für das Außensportfeld ausgeschnitten. Dieses wird über zwei Lichthöfe im Obergeschoss belichtet. Die „Sporträume“ werden durch eine kräftige Farbgebung hervorgehoben und sind so weithin sichtbar.“

Ziel der Architekten war es, mit ihrem Gebäude viele unterschiedliche räumliche Situationen zu schaffen: „Nischen, Rückzugsorte, Aktivitätsräume und Aussichtspunkte. Innen- und Außenraum durchdringen sich. Entlang einer promenade architecturale ergeben sich vielfältige Durchblicke durch das Haus, die eine leichte Orientierung und Kommunikation zwischen den Jugendlichen ermöglichen.“

Mit seiner archaisch-verspielten Betonästhetik erinnert uns das Ensemble aus Kirche und Jugendzentrum auch ein wenig an Le Corbusiers Wirkungsstätte Firminy in Frankreich...

Fotos: Klemens Ortmeyer, Hamburg


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