Doppelwelle
Hoteleröffnung in Berlin-Mitte
Vergangenen Dienstag wurden in Berlin-Mitte gleich zwei neue Hotels eröffnet: das Vier-Sterne-Luxus-Hotel Ramada mit 337 Zimmern und das H2-Hotel mit zwei Sternen und 288 Zimmern. Damit schließt sich die Lücke auf dem Baufeld A5 des Kollhoffschen Masterplanes am Alexanderplatz. Der neungeschossige Gebäudekomplex mit dem Titel „Die Welle“ steht in der Karl-Liebknecht-Straße 32 und beinhaltet neben den zwei Hotelketten auf insgesamt 27.500 Quadratmetern Mietfläche rund 7.500 Quadratmeter für Büro- und Gewerbenutzungen.
Auffällig ist hier insbesondere die Fassade, die von dem Berliner Büro Nalbach + Nalbach Architekten entworfen wurde. Die Nalbachs hatten 2008 den Wettbewerb für die Fassadengestaltung für sich entschieden (siehe BauNetz-Meldung vom 20. August 2008). Die beiden Hotelkategorien sind durch die Farben Gold und Silber an den Fassaden nach außen hin gekennzeichnet – der Neubau wirkt ansonsten als starker Solitär, der durch die dynamisch geschwungenen Fassadenbänder zwar horizontal gegliedert, jedoch nicht geteilt wird.
Die Architekten haben ihre dynamische Fassadengestaltung an den städtebaulichen Ansatz des Masterplans ‚der Block als Haus, das Haus als Block‘ angelehnt. Das durch durchgängige unterschiedlich breite Brüstungsband schwingt sich in Form einer Welle auf den acht oberen Etagen synchron um die Gebäudeecke.
Die Baukosten werden mit 80 Millionen Euro angegeben. Bauherr ist das Berliner Unternehmen TLG Immobilien.
Ein Projekt von Nalbach + Nalbach finden Sie auch bei Designlines.
Weiterer Höhepunkt unter Fr. Lüscher ist das Projekt "Leipziger Platz 12" (Wertheim). Der Investor Huth brachte einen klassizistischen, aber sehr guten Entwurf von nps vor. Die Baudirektorin und Ihr "Baukollegium" wollten es aber etwas "schlanker". Das Ergebnis ist im Internet unter Leipziger Platz 12 zu finden. Es ist wahr unter dieser Person häufen sich in Berlin banalste, ich sag mal Plastik-Architektur. Und beim Meininger am Hauptbahnhof kann sie sich noch so oft rausreden, genehmigt hat sie es. Liebe Baunetz-Redaktion, es wäre mal angebracht zur Situation in Berlin kritisch Stellung zu nehmen. Frau Lüscher ist nun vier Jahre im Amt. Die Vorschuß-Loorbeeren ist längst aufgebraucht. Danke, Robert Köpper aus Berlin
leider häufen sich die unter regula lüscher genehmigten und realisierten bauvorhaben, die weder einen architektonisch-qualitativen anspruch erfüllen, noch einen bezug zu irgendetwas herstellen. offensichtlich mangelt es ihr und der gesamten senatsbauverwaltung an einer vision für das zentrum berlins, an kompetenz und durchsetzungsvermögen (vielleicht auch an der stimmannschen autorität, die ich mehr und mehr schmerzlich vermisse), diese ausfälle an billigster architektur zu verhindern.