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13.12.2011
Luftkissenfolie
Hofüberdachung in Freiburg
Das ehemalige Druckereigebäude des Herder-Verlags in Freiburg, erbaut 1912 von Max Meckel, wird von der Fakultät der Forst- und Umweltwissenschaften der Uni Freiburg genutzt. Da der vordere, repräsentative Verwaltungsflügel sich weiterhin im Besitz des Verlags befindet, fehlte für die Nutzung als Universitätsgebäude also ein adäquater Eingangsbereich. Nach Plänen der Architekten Böwer, Eith, Murken (Freiburg) wurde jetzt der nördliche der beiden Höfe mit einer transparenten Hülle überdacht, der als wettergeschützter Bereich die Funktion einer Eingangs- und Verteilerzone übernimmt. Der Entwurf der Dachkonstruktion stammt von den Offenburger Ingenieuren Frenzel Klumpp.
Die Dacheindeckung besteht aus hochtransparenten und wärmedämmenden Luftkissen aus Ethylen-Tetrafluorethylen-Folie. Die Luftkissen wurden über eine Aluminium-Haltekonstruktion auf einem Stahl-Trägerrost fixiert. Der Trägerrost besteht aus einer Stahlrohrkonstruktion und bildet eine Kuppel mit einer Stichhöhe von etwa 3,50 Metern aus. Das Kuppeldach wird durch vier in den äußeren Bereichen stehende Stahlstützen getragen. Die Stützen verzweigen sich baumartig, die Äste enden an je einem Knotenpunkt des Trägerrostes und nehmen die Lasten der Dacheindeckung auf.
Das Dach wird auf Traufhöhe an das Gebäude angeschlossen. Der Randbereich wird als Rinne ausgebildet, die die Regenmengen aus Bestandsdach und neuer Überdachung aufnimmt und als Revisionsgang dient.
Durch die Überdachung des Hofes werden erhebliche Energieeinsparungen erzielt: Das Verhältnis von Außenfläche zu Volumen wird durch die Überdachung günstiger. Beheizte Fassadenflächen und die Kellerdecke liegen durch die Überdachung in einer Pufferzone, die im Winter eine Temperatur von etwa zehn Grad aufweist. Die Energieeinsparung beträgt für die angrenzenden Bereiche im Winter etwa 70 Prozent.
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