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15.07.2011
Siebziger neu geordnet
Hörsaalgebäude von Schulz und Schulz in Erlangen
In Erlangen wird heute die Erweiterung des Elektro- und Energietechnikgebäudes von den Leipziger Architekten Schulz & Schulz (Leipzig) eingeweiht. Die neuen Hörsäle und Seminarräume an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg kommen auch gleich zum Einsatz: Bereits heute finden hier die ersten Antrittsvorlesungen statt.
Schulz & Schulz wollten in ihrem Entwurf die Erweiterung in die vorhandenen Gebäudestrukturen aus den 1970er Jahren integrieren – ein Gestaltungskonzept „basierend auf einer integrativen Konzeption mit Respekt vor der strukturellen Schönheit des Altbaus“, so die Architekten.
Die Bestandsgebäude des Instituts, bestehend aus zwei siebengeschossigen Büroriegeln und einem im Erdgeschoss offenen Verbindungsbau, wurden seit Juli 2010 nach aktuellen Anforderungen weitergebaut und neu organisiert. Die Arbeiten konzentrierten sich dabei hauptsächlich auf die Erdgeschosszone des Gebäudeensembles. Die vier bislang räumlich voneinander getrennten Eingangsbereiche wurden dabei zu einem zentralen Foyer zusammengefasst, das zugleich um weitere Seminarräume und Hörsäle ergänzt wurde.
Des Weiteren schlossen die Umbauarbeiten auch eine Neugestaltung der Erdgeschossfassade ein, die die Abteilung der Elektrotechnik über die funktionale Verknüpfung hinaus in der außenräumlichen Wahrnehmung als zusammenhängendes Institut abbilden soll. Schwarze, vertikale Sonnenschutzlamelle gliedern die langen Fassadenstücke der unteren Etage in einem konstanten Rhythmus und bilden einen markanten Kontrast zu den weiß abgesetzten oberen Geschossen. Die Bekleidung der Trennwände zwischen Lehrräumen und Flur setzt die strenge vertikale Gliederung der Außenfassade im Inneren fort.
Zum Thema:
Zur Buchbesprechung „Schulz & Schulz Architektur“
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