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07.07.2010
KfW-Westarkade fertig
Hochhaus in Frankfurt von Sauerbruch Hutton
Der Name „KfW-Westarkade“ hat nichts damit zu tun, dass dieses Gebäude etwa von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert worden wäre. Vielmehr dient der Büroturm am Palmengarten in Frankfurt am Main für eigene Zwecke eben jener Bankengruppe, die überall im Lande die Einhaltung modernster ökologischer Standards fördert. Da wollte sie selbst natürlich nicht zurückstecken, und somit ist dieses Gebäude von Sauerbruch Hutton (Berlin) eines der ersten Bürohochhäuser der Welt, das jährlich weniger als 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter für seinen Betrieb benötigt.
Der Neubau bietet neben einem Konferenzzentrum Büroräume für bis zu 700 Mitarbeiter der KfW. Mit einer Höhe von 56 Metern fügt sich der neue Büroturm in die bestehende Gruppe von Hochhäusern ein, ohne deren Ausblick zu verstellen. Zugleich vermittelt er als eigenständige Figur zwischen unterschiedlichen Stadträumen, indem er sich als schlanke Scheibe der Straße zuwendet und andererseits einen Horizont für die Parklandschaft des Palmengartens bildet.
In Zusammenarbeit mit den Planern von Transsolar haben die Architekten eine zweischichtige, dynamisch geregelte Druckringfassade entwickelt, die witterungsunabhängig natürliche Lüftung, hohen Wärmedämmwert und effektiven Sonnenschutz gewährleistet. Bauteilaktivierung, Erdwärmetauscher und die Nutzung der Abwärme aus dem Rechenzentrum sind weitere Beispiele zahlreicher Maßnahmen und Strategien, deren Zusammenspiel den außerordentlich geringen Energieverbrauch der KfW-Westarkade ausmacht.
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