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21.09.2017

Grün in grauer Wüste

Hochhaus aus Holz in São Paulo


Holz ist der Baustoff der Stunde. Nicht nur für den individuellen Hausbau wird er immer interessanter, sondern auch für den großen Maßstab. Ein aktuelles Beispiel in Münster zeigt hierzulande, dass sich mit Holz innovativ, nachhaltig und vor allem hoch bauen lässt. Der erste Weltkongress Wood Rise in Bordeaux widmete sich kürzlich auch auf internationaler Ebene dem Hochhaus aus Holz. Nun soll der Baustoff in einer Metropole einkehren, die eher für ihre Stahlbetontürme bekannt ist: In São Paulo werden Triptyque (São Paulo, Paris) gemeinsam mit dem Forstunternehmen AMATA ihr Konzept für ein innerstädtisches Hochhaus im Viertel Vila Madelena realisieren.

Eine grüne Oase soll das Gebäude sein, das ebenfalls – kleine Werbemaßnahme – AMATA heißen wird. Seine 13 Stockwerke mit einer Gesamtfläche von 4.700 Quadratmetern werden komplett aus CLT-Holzplatten geplant. Nach dem CLT- Verfahren werden verschiedene Holzschichten orthogonal zueinander zu massiven Paneelen geformt. Aus diesen besonders dichten Elementen wollen Triptyque eine expressive Struktur aus Diagonalträgern und hervortretenden Etagenplatten bilden, die insgesamt eine weit abgetreppte Baufigur formen. Neben Holz wird Glas ein maßgebliches Material sein. AMATA und Triptyque wollen Wohnungen, Büros, Geschäfte und Gastwirtschaft in dem neuen Holzhochhaus unterbringen.

Vorgefertigte Bauteile, kurze Konstruktionszeit, brasilianisches Holz, das nicht importiert wird, ein nachwachsender Rohstoff und zertifizierte nachhaltige Forstwirtschaft – das Joint-Venture aus Architekturbüro und Holzgewerbe will mit dem Projekt einen Beitrag zum ökologischen Wandel in Brasilien leisten. In Zeiten, in denen Regierungen – wie etwa die US-amerikanische – den Klimawandel als wissenschaftlichen Unfug abtun, ist das mal ein guter Schritt seitens der Privatwirtschaft. (sj)




Zum Thema:

„In Zukunft Holz” - die BAUNETZWOCHE#484 stellt den derzeit wohl ökologischsten Baustoff vor


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