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13.03.2012

Madrid, Düsseldorf, Voralberg

Häuser Award 2012 vergeben


Gute Architektur ist keine Frage des Budgets, sondern der Gestaltung. Die besten Low-Budget-Häuser stehen in Madrid, Düsseldorf und Vorarlberg; sie wurden alle mit einem begrenzten Budget von maximal 1.500 Euro pro Quadratmeter errichtet. „Preisbewusst bauen“ lautete das Thema des diesjährigen Awards der Hamburger Zeitschrift Häuser. Gestern wurden die prämierten Einfamilienhäuser in Hamburg mit dem Häuser Award 2012 ausgezeichnet. Die Jury, in der unter anderem Karin Renner (Renner Hainke Wirth Architekten), Michael Frielinghaus (Präsident des BDA) und Wolfgang Nagel (Häuser-Chefredakteur) saßen, wählte aus 20 Finalisten folgende Preise:

  • 1. Preis: Inaqui Carnicero, 1+1=1 House, Madrid
    Mitten in der Landschaft in den Hügeln von Madrid steht der langgestreckte zweigeschossige Sichtbetonbau. Großzügigkeit ist Hauptmerkmal des 375 Quadratmeter großen Gebäudes, dessen Wohnbereich sich beispielsweise bis auf fünf Meter lichte Höhe streckt. Ungenauigkeiten bei der Schalung und die Dominanz günstiger Materialien wie die einfache Verglasung, unbehandelte Wand- und Deckenoberflächen und der weiche Kalksteinfußboden deuten beim näheren Blick auf ein nicht ganz so hohes Baubudget hin. 
Die Jury überzeugten die Wandelbarkeit des Hauses, das sowohl als Einzel- als auch als Doppelhaus verwendbar ist, sowie das nachhaltige Sparpotential durch den bestmöglichen Einsatz des Werkstoffs Beton. „Durch zahlreiche Einfälle, wie den Verzicht auf zusätzliche Wand- und Bodenbeläge und umfangreich eingesetze Einbauschränke, die teure Möbel überflüssig machen, gelang dem Architekten ein Low-Budget-Betonbau mit klarer Kante und villenartiger Anmutung.“

  • 2. Preis: Leona Geitner, Haus Geitner, Düsseldorf
    Mit einer großen Fensterfront öffnet sich das Haus mit der Fassade aus schwarzlasierten Fichtenbretter im Erdgeschoss zum Garten. Der Holzrahmenbau ist eine Minimallösung im Sinne von minimalistisch, nicht von billig. Auf aufwändige Konstruktionen wie Balkone, Fußleisten und Handläufe an Treppen wurde verzichtet. Neben dem Kostenbewusstsein besticht die puristische Form des zur Straßenseite abgeschirmten schwarzen Baukörpers, der durch seine Schlichtheit und den Verzicht auf jegliche Dekoration ins Auge fällt, lobt die Jury das 200 Quadratmeter große Ferienhaus.

  • 3. Preis: Benedikt Bosch, Ferienhaus, Krumbach
    Das Ferienhaus mit Pultdach im Bregenzerwald  steht auf einem Südhang mitten im Grünen und öffnet sich zum Alpenpanorama Vorarlbergs.  Außen wurde die Holzrahmenkonstruktion auf dem Stahlbetonuntergeschoss mit sägerauer Fichte, innen mit glatter Weißtanne verkleidet. Im Untergeschoss blieb das Beton-Fundament offen sichtbar. Ein weißer Baumwollvorhang schützt die Terrasse im Sommer vor Hitze und Sonne. Im Winter wird das Pultdach-Holzhaus durch einen einzigen Kaminofen gewärmt, wodurch teure Installationen sowie Kosten für Heizkörper in jedem Raum vermieden werden konnten. „Es ist eine Qualität, sich gegen den Überfluss zu entscheiden“, erklärt Architekt Benedikt Bosch. „Dieses Haus ist technikreduziert. Theoretisch würde es ganz ohne Technik funktionieren.“

  • Sonderpreis: Wolfgang Fischer, Wohn-/Atelierhaus, Würzburg
    Auf einem Restgrundstück in Würzburg steht das langgestreckte Wohn- und Atelierhaus. Der 100 Quadratmeter große Bau zeichnet die leichte Hanglage nach und besteht aus einer in der Planung einfachen, preiswerten Holzrahmenkonstruktion. Der offene Wohnraum und Essbereich mit vorgelagerter Dachterrasse beansprucht das gesamte Obergeschoss; Schlafraum, Bad und Atelier des Architekten liegen im Erdgeschoss des kaum fünf Meter breiten, aber 16 Meter langen Hauses. Die hochwärmegedämmte Gebäudehülle sorgt für ausgezeichnete Energiewerte.

In einer Online-Abstimmung haben die Leser ihren Favoriten gewählt und mit dem Leserpreis ausgezeichnet:

  • Leserpreis: Thomas Beyer Architekten, Haus Wirtz, Caputh
    Das kantig-klare Wohnhaus im brandenburgischen Caputh ist eine zeitgemäße Variation klassisch-moderner Prinzipien. Drei Ebenen sind übereinander gestapelt, springen dabei wechselweise vor oder treten zurück – es entstehen drei große Terrassen. Das 240 Quadratmeter große Wohnhaus ist mit 1.398 Euro pro Quadratmeter überraschend preiswert, unter anderem aufgrund des hohen Vorfertigungsgrad. In kürzester Zeit wurden wärmegedämmte Wandelemente aus Beton und Holz vor Ort montiert.

Der Preis der Hamburger Zeitschrift Häuser wurde in diesem Jahr zum elften Mal ausgelobt. Zum Award ist die Publikation „Die Besten der Besten – Kostengünstige Einfamilienhäuser unter 1.500€/qm“ im DVA-Verlag erschienen.


Zum Thema:

www.haeuser.de/award2012


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1. Preis: Inaqui Carnicero, 1+1=1 House, Madrid

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2. Preis: Leona Geitner, Haus Geitner, Düsseldorf

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3. Preis: Benedikt Bosch, Ferienhaus, Krumbach

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Sonderpreis: Wolfgang Fischer, Wohn-/Atelierhaus, Würzburg

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