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25.11.2009
In dubio pro auro
Goldhaus in München fertig
Ein weit verbreitetes Problem: Wohin mit all der Kohle, wenn Aktien und Immobilien so unsicher scheinen? Hier hilft die Firma „pro aurum“ als Händler von Edelmetallen und Münzen mit einer sicheren Wertanlage. Ihren Antrieb beschreibt die Firma so: „Die Faszination Gold ist unser Antrieb.“ Als für den Standort in München-Riem nun eine neue Niederlassung entworfen werden sollte, da lag ein gestalterischer Gold-Bezug nahe. Der Architekt Rainer Freitag (FKS Generalplaner, Karlsruhe) griff also ordentlich in den Assoziationstopf: Im Sinne einer umfassenden, leicht lesbaren Corporate Architecture sollte das Gebäude selbst einem Goldbarren ähneln und so „das Interesse und die Zuneigung der Kunden auf architektonischem Weg gewinnen.“
Die oberirdisch sichtbaren Abmessungen von 42 x 24 x 8 Metern entsprechen dabei etwa dem Volumen der bisher weltweit geförderten Goldmenge. Die großformatigen, goldenen Fassadenplatten wurden aus alten Münzen hergestellt. Die Faltläden in diesen goldenen Flächen können nachts aus Sicherheitsgründen geschlossen werden – dann liegt das Gebäude wirklich wie ein Barren da. In geöffnetem Zustand dienen diese Läden als Sonnen- und Regenschutz.
Im Inneren dominieren Beton und Basalt die Räume. Der Oberlichtstreifen im Dach geht über die gesamte Länge des Gebäudes und formt an der Stirnseite den transparenten Eingangsbereich. Die Kundenhalle ist zweigeschossig, an der Galerie-Ebene liegen die Büroräume. Im Erdgeschoss soll eine kleine Ausstellung zum Thema „Gold und Edelmetalle“ eingerichtet werden.
Altphilologische Anmerkung der Redaktion: Die lateinische Präposition „pro“ verlangt den Ablativ; richtig wäre also „pro auro“ in Analogie zu „in dubio pro reo“.
Zum Thema:
Fotos: Brigida Gonzalez
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