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07.01.2011
Rechtbank
Gericht in Haarlem umgebaut
Die Renovierung bestehender Gebäude sollte einen gewissen Entwurfsanteil haben, um in unseren Meldungen berücksichtigt zu werden. Das Gerichtsgebäude (Rechtbank) im niederländischen Haarlem hat nach dem soeben abgeschlossenen, fünfjährigen Umbau durch das Büro Bakers Architecten (Utrecht) zwar sein historisches äußeres Erscheinungsbild weitgehend behalten, die Veränderungen im Inneren sind jedoch so wesentlich, dass wir das Projekt gerne hier zeigen.
Der Gebäudekomplex in der Innenstadt von Haarlem besteht aus zwei Baudenkmälern, dem so genannten Johezhuis und dem vormaligen bischöflichen Museum, sowie mehreren Neubauten aus dem Jahr 1982. Damals wurde das ursprünglichen Gerichtsgebäude aus dem Jahr 1890 des Architekten W. C. Metzelaar bis auf die Straßenfassade abgerissen.
Die etwa 11.000 Quadratmeter Geschossfläche beherbergen die Rechtsgebiete Zivilrecht, Jugendrecht und Kantonrecht (Amtsgericht). Durch Änderungen in den Arbeitsabläufen innerhalb der Justiz, aber auch durch erhöhte Anforderungen an Sicherheit, Gebäudetechnik, Barrierefreiheit und Energieeffizienz war eine umfassende Renovierung notwendig geworden.
Die Architekten erläutern: „Ziel der Renovierung war es, die Struktur und die Übersichtlichkeit zu verbessern und den geänderten Ablaufen anzupassen. Gleichzeitig sollte der heterogene Charakter des Ensembles erhalten bleiben. Dazu wurden die vorhandenen Potentiale de Komplexes freigelegt und wieder erlebbar gemacht. Übergänge zwischen den einzelnen Bauteilen wurden akzentuiert. Mit gezielten Eingriffen wie neuen Treppenverbindungen und neuen Aufzügen wurde die internen Verkehrswege verbessert und logisch geordnet. Damit wurden das Johezhuis und das bischöfliche Museum mit ihren unterschiedlichen Geschosshöhen besser in die Struktur eingebunden und zugänglich gemacht.
Diese Struktur ermöglicht es auch in Zukunft, den Anforderungen der sich stets verändernden Organisationen der verschiedenen Rechtsgebiete Rechnung zu tragen. Am deutlichsten wird dies beim alten Haupteingang oberhalb der Freitreppe, der – repräsentativ renoviert – wieder in Gebrauch genommen wurde.“
Fotos: Maarten Noordijk
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