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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Gemeindezentrum_von_Netzwerkarchitekten_eroeffnet_1618967.html

23.05.2011

Blick zum Himmel

Gemeindezentrum von Netzwerkarchitekten eröffnet


Die christlichen Gemeinden in Deutschland wollen (und müssen) sich mehr öffnen – da ist es schön, wenn die Architektur bei neuen Gemeindezentren ein entsprechendes räumliches Angebot schaffen kann. Netzwerkarchitekten    (Darmstadt) hatten schon 2007 in Mannheim ein Gemeindezentrum in Mannheim realisieren können, dessen offene, transparente Gestaltung um einen zentralen Hof/Platz herum als Einladung zu verstehen war (siehe BauNetz-Meldung vom 8. Oktober 2007). Am 15. Mai konnte nun ein weiteres Gemeindezentrum mit einem ähnlichen Raumprinzip in Frankfurt am Main eröffnet werden.

„Zwei Bedingungen waren für die Entwicklung des Entwurfes maßgeblich“, so die Architekten: „Zunächst die Vorgabe der Bauherrschaft, das Gebäude im Passivhausstandard zu erstellen, und ferner die Lage des Grundstückes an einer stark befahrenen Hauptstraße. Die Maßgabe des Passivhausstandards führt im Sinne einer energetischen Optimierung zu einer kompakten, in einem Rechteck gefassten und konsequent zonierten Organisation des etwa 400 Quadratmeter umfassenden Raumprogrammes: Im Norden werden die Nebenfunktionen untergebracht, während die Saalspange mit Foyer und Gruppenräumen nach Süden ausgerichtet ist.

Der südliche Bereich ist durch mobile Trennwände teilbar und ermöglicht dadurch eine große Nutzungsvielfalt. Saal- und Foyer sind von fünf großen ‚Lichttrichtern’ überdeckt. Hierdurch profitiert die weitläufige Saalspange von einer entsprechenden Raumhöhe, verbunden mit Zenitlicht und dem möglichen Blick zum Himmel.“

Aus Lärmschutzgründen entschieden sich die Architekten, das Gebäude von der Straße abzurücken. Die Innenräume konzentrieren sich also im Norden, während ein etwa gleich großer Freiraum im Süden von einem „Rahmenbauwerk aus weißem Sichtbeton“ umfasst wird. Der Freiraum bildet so einerseits ein Scharnier zum öffentlichen Raum, andererseits einen Lärmschutzpuffer. Gleichzeitig zeigt er seine Zugehörigkeit zu den Innenräumen des Gemeindezentrums. Dessen Räume sind zur Freifläche hin geschosshoch verglast und können weit geöffnet werden. Auch durch das Holzdeck vor den Gruppenräumen und ein überdachter Bereich mit Sitzgelegenheiten werden Innen- und Außenräume vielfältig miteinander verzahnt.

Die Wand zur Straße ist dabei mit einer Stärke von 50 Zentimetern betont massiv gestaltet worden. Die plastischen, schräg geschnittenen Fensterdurchbrüche mit farbigen Glaseinsätzen betonen die skulpturale Wirkung dieser Wand, in der auch ein kleiner Glockenträger und der Haupteingang des Gemeindezentrums eingesetzt wurden.
 


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Zu den Architektenprofilen:

netzwerkarchitekten


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