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19.02.2014

Astlöcher im Dorfkern

Gemeindezentrum in Südtirol


Der Innsbrucker Architekt Andreas Flora hat in St. Martin in Passeier, einer Südtiroler 3.000-Seelen-Gemeinde, ein neues Dorfzentrum gebaut. Mit einer Natursteinfassade und Innenräumen in unbehandeltem Kiefernholz fügt sich sein „Dorfhaus“ elegant in den gewachsenen Ortskern ein.

Aus Naturstein gemauert, gibt sich das neue Gemeindezentrum als Solitär mit Satteldach. Durch seine Kubatur trete der Neubau in den Dialog mit den teils denkmalgeschützten Gebäuden in der Nachbarschaft, so der Architekt, der für den Neubau mit dem Südtiroler Architekturpreis 2013 ausgezeichnet worden ist.

Das auf den ersten Blick beschauliche Haus ist ein unterirdischer Riese: Den Großteil eines umfangreichen Raumprogramms beherbergt das Dorfhaus in seinen Kellerräumen: 8.000 Kubikmeter des insgesamt 9.500 Kubikmeter Volumen messenden Gebäudes. Dort sind unter anderem ein Musikprobenraum und eine Tiefgarage untergebracht. Präzise gesetzte Oberlichter versorgen diese Räume mit natürlichem Tageslicht.

Robuster Schick: Trotz der Verwendung von naturbelassenen Baumaterialien wie dem wiederverwertetem Naturstein und dem Zirbelholz im Inneren ist ein sehr feiner Neubau entstanden, dem das Holz mit den vielen sichtbaren Astlöchern eine besondere Textur verleiht.

Der Dorfhaus sei ein Ergebnis eines mehrjährigen partizipativen Prozesses zwischen Bevölkerung und Planern mit dem Ziel, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt der Gemeinde zu stärken, erklärt Flora. Das Bauwerk und seine Räumlichkeiten machten das aktive Vereinsleben des Dorfes sichtbar und ermöglichen einen ganzjährigen Kulturbetrieb. Zur zusätzlichen Belebung des Platzes gebe es einen Schankbereich für Feste und eine Terrasse für eine angrenzende Bar.

Fotos: Benjamin Pfitscher


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