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18.04.2005
Station Z
Gedenkstätte in Sachsenhausen von HG Merz eingeweiht
Am 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg am 15. April 2005 wurde die dortige Gedenkstätte „Station Z“ feierlich eingeweiht. Der Entwurf für die Neugestaltung stammt von HG Merz aus Berlin, der 1998 den entsprechenden Wettbewerb gewonnen hatte (BauNetz-Meldung vom 21. 10. 2002).
Der Abriss des monumentalen und baufälligen Betonüberbaus aus der DDR-Fassung der Gedenkstätte, der bereits Anfang April 2003 erfolgte, und sein Ersatz durch den Neubau der Gedenkhalle an diesem sensibelsten Ort in Sachsenhausen kostete 4,5 Millionen Euro. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erhielt diese Summe aus einem Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und aus Drittmitteln.
Merz baute eine 30 mal 37 Meter große, frei tragende Halle aus lichtdurchlässigem Gewebe mit einem Gedenkraum für 200 Personen. Diese „leichte Schutzhülle“ spannt sich über dem zentralen Gedenkort „Station Z“, den baulichen Überresten des Lagerkrematoriums. Sie ist auf acht Sockeln aufgelagert und überdacht die Ruinen der Station. Die „abstrakte, objekthafte Hüllform“, wie Merz das Gebäude beschreibt, besteht aus einem Tragwerk, das mit Glasfasergewebe bespannt ist. Gruben mit Menschenasche, die im Umfeld des früheren Krematoriums gefunden wurden, wurden als Grabstätten gestaltet.
Anstelle der ursprünglichen Lagermauer steht nun eine Betonmauer, die schmale Durchgänge im Bereich der Station Z und des Erschießungsgrabens offen lässt.
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