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21.04.2009
Kubus im Kubus
Fuksas-Kirche in Italien fertig
Die Erde bebt in Italien nicht nur in den Abruzzen. 1997 hat ein Erdbeben die umbrische Stadt Foligno erschüttert und in weiten Teilen zerstört. Am 24. April 2009 wird nun ein von Massimiliano and Doriana Fuksas entworfener Kirchenbau eingeweiht, der an das Erdbeben und seine Opfer erinnern soll.
Die Architekten hatten 2001 einen zu dem Projekt ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entscheiden können. Der neue monolithische Kirchenbau besteht aus zwei Gebäudeteilen. Der eigentliche Kirchenraum, ein von außen fast brachial wirkender Kubus aus Sichtbeton, birgt in seinem Innern einen zweiten Kubus, der von der Decke des Äußeren Kubus' wie abgehängt erscheint. Der Äußere bildet die Schale des Inneren. Der Zwischraum, der zwischen beiden entstanden ist, dient als Lichtquelle, da nur die Decke des Äußeren Körpers verglast wurde und so das Licht von oben nach unten indirekt einfallen kann.
Entstanden ist ein wirklich spannungsvolles Spiel zwischen Innen- und Außenräumen. Seitlich an das Kirchenschiff angedockt, befindet sich ein weiterer, niedriger Baukörper, in dem Sakristei und kirchliche Nebenräume untergebracht wurden. Neben der Architektur hat Massimiliano Fuksas auch die Möbel und Leuchtkörper des Kirchenbaus entworfen.
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