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10.02.2009
Abwertung
Foster schließt Berliner Büro
Es ist zwar „nur“ die Schließung eines Standorts, nicht etwa die Insolvenz einer ganzen, weltumspannenden Architekturfirma wie bei Erick van Egeraat Associates (siehe BauNetz Meldung vom 23. Januar 2009). Dennoch ist das Aus für die Berliner Filiale von Foster + Partners für die 76 Mitarbeiter in der deutschen Hauptstadt ein schwerer Schlag – und nicht nur, weil die meisten davon erst aus einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ erfuhren. Offiziell waren aus dem Londoner Hauptquartier keine Informationen zu bekommen.
Zu den möglichen Gründen führt die Zeitung etwa die Abwertung des britischen Pfundes an, das den Lohnvorteil in Berliner Büros reduziert habe. Auch zeichne sich der deutsche Markt weiterhin durch eine enorme Architektendichte aus, was den Wettbewerbsdruck erhöhe. Hinzu komme auch die Entwicklung in Osteuropa, wo in den letzten Monaten einige Foster-Projekte gestoppt worden sind.
Nach der Vollendung der FU-Bibliothek in Berlin-Dahlem habe das Berliner Foster-Büro keinen weiteren großen Wettbewerb mehr gewonnen. Das Büro war gegründet worden, um den Auftrag des Reichstagsumbaus (Planungs- und Bauzeit: 1991-99) bearbeiten zu können. Hierfür hatte Foster 1993 den Wettbewerb gewonnen.
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