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04.07.2017

Große Geste im grünen Gewerbepark

Forschungszentrum in Peking von gmp


Gleißendes Licht, spiegelglatte Oberflächen, ein perfekt gepflegter Außenraum und ein monumentaler Habitus der Bauten – das kürzlich fertiggestellte Forschungs- und Entwicklungszentrum für das chinesische Telekommunikationsunternehmen Huawei zeigt sich auf den Fotos als ein beinahe unwirkliches Setting. Dass der Campus vor einer großartigen Bergkulisse nordwestlich von Peking liegt und nur vereinzelte Menschen verloren zwischen den riesigen Bauten herumlaufen, verstärkt den Eindruck nur.

Doch bereits ein zweiter Blick auf das Projekt von gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner macht deutlich, dass sich hinter der glatten Oberfläche interessante Qualitäten verbergen. Wie die Konzeption des Zentrums als landschaftlich gestalteter Campus: Drei viergeschossige Bürobauten und eine Kantine waren auf dem länglichen Grundstück im Zhongguancun Environmental Protection Park unterzubringen. Geschwungene Wege und große Platzflächen binden die Bauten zusammen. Autos sind nur auf einer umlaufenden Erschließungsstraße am Rand des Areals erlaubt.

Die Bürobauten haben den Grundriss einer Acht, verschließen sich mit ihren beiden Höfen aber nicht nach außen, sondern wurden so geöffnet, dass die Höfe zu Entrees werden. Die klare Differenzierung zwischen den beiden sockelartig aufgefassten, hellen, unteren Geschossen und den beiden aufliegenden Geschossen mit ihren dunklen Glasfassaden unterstreicht die horizontale Orientierung des Entwurfs. Im Zusammenspiel mit den torartigen Durchgängen in die Höfe zeigen sich die drei Bauten als klar artikulierte architektonische Ordnung.

Korrespondierend dazu wurde auch das ganz in Weiß gehaltene Kantinengebäude breit und monumental gehalten. Vier große Durchgänge führen in einen Hof, das zentrale Bauteil ragt klar hervor. Moderne Rationalität und klassisches Ordnungsdenken, gestufte Zugänge, Torsituationen und die Einbettung in die Landschaft ziehen sich durch das gesamte Projekt, das bereits das dritte Forschungszentrum der Hamburger Architekten für Huawei ist und dessen Realisierung auf einen Direktauftrag aus dem Jahr 2008 zurückgeht. (gh)

Fotos: Christian Gahl


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