Credit Crunch
Erick van Egeraat insolvent
Tragische Breaking News am Freitag Nachmittag: Erick van Egeraat Associates melden Insolvenz an. Der niederländische Architekt sei in Zahlungsschwierigkeiten geraten, nachdem gleich mehrere seiner Großprojekte infolge der weltweiten Finanzkrise (die auf englisch credit crunch heißt) gestoppt worden sind. Dies meldet Building Design am 23. Januar. Ein Rechtsanwalt erklärte, dass man versuche, einige Projekte dennoch zu vollenden oder aber Partner zu finden, die in diese Projekte einsteigen – sofern sie die ursprünglichen Entwürfe zum Abschluss führen. Noch sei nichts entschieden.
Nach den Banken und der Autoindustrie nun also auch die international aufgestellten Architekturfirmen?
Bei van Egeraat geht es immerhin um 150 Mitarbeiter in Rotterdam, London, Moskau, Budapest und Prag. Welche Projekte betroffen sind, lässt sich noch nicht absehen. In Deutschland ist van Egeraat mit der Uni Leipzig beschäftigt; hier konnte im letzten Herbst Richtfest gefeiert werden (siehe BauNetz-Meldung vom 21. 10. 2008). Der heilige Paulus möge verhindert, dass die stilisierte Paulinerkirche auf dem Leipziger Campus unvollendet bleibt...
Bleibt zu hoffen, daß unverzichtbares Design der Marke Egeraat für den 'gemeinen Mitarbeiter' [...schließlich kann auch der Erick nicht alles allein machen...] seltener mit dem Verzicht auf entsprechende Honorierung verbunden ist...
dem treiben eines masslos überschätzten architekten wird ein ende gesetzt. wunderbar !
ihr versaut zudem die preise für die leute, die eben keine papis oder mamis haben die einem erst das ETH studium oder noch paar schöne kurse an der AA bezahlen und dann noch die "lehrzeit" bei nem "großen" finanzieren....
Am Engagement der meisten Angestellten oder den Lohnkosten kann es auf jeden Fall nicht liegen...