Dortmunder Welle
Elektrofachmarkt von Nattler Architekten
Unten Shopping, oben Parken – so einfach ist die Struktur des kürzlich eröffneten Elektrofachmarkts in Dortmund von Nattler Architekten aus Essen. Im fensterlosen Erdgeschoss liegen die Verkaufsflächen, hinter den mit Streckmetall verkleideten Bereichen können die Kunden parken. Der Neubau liegt am Rande des Entwicklungsgebiets um den künstlich geschaffenen Phoenix-See im Stadtteil Hörde, der auf dem Gebiet der ehemaligen Hermannshütte entstand und 2010 geflutet wurde.
Nattler Architekten hatten sich bei ihrem Neubau mit einer städtebaulichen Eingangssituation auseinanderzusetzen. Das Haus befindet sich an einer Hauptstraße und zugleich am Ende einer neu geschaffenen Fußgängerzone. Der gestalterische Spielraum war relativ klein: Beauftragt wurden die Architekten auf Grund eines 2014 gewonnene Wettbewerbsgewinn für die Fassadengestaltung. Leichte Wellenbewegungen, gerundete Ecken, ein Wechsel von konkaven und konvexen Streckmetallblechen und bedruckte Glaspaneele im Erdgeschoss charakterisieren den Fachmarkt. Der Augsburger Künstler Joerg Maxzin verantwortete die Kunst am Bau: Vage, verschwommene Silhouetten flanierender Menschen, die optische Tiefe erzeugen, die auf eigenwillige Weise mit der Hermetik einer solchen Architektur kontrastiert. (gh)
Fotos: Michael Rasche
Ich bin mir sicher: schon heute können KI und 3D Drucker Schöneres bauen als das, was in dieser Art konstellierte Projektentwickler und Bauherrn als Standortangemessen auswürfelt...
Ich möchte dem Kommentator "Arndt" widersprechen. Ich fand es gut durch den Artikel über das Projekt informiert zu werden. Im Text ist auch mehr zu lesen, als man von den Bildern her erkennen könnte. Die Fotos geben einen guten Eindruck von dem Gebäude. Zum Projekt: Schicke Fassade, besonders für das Parkhaus in den oberen Geschossen. Die Fußgänger im unteren Bereich sehen auch ganz schick aus. Kritisch sehe ich aber das Erdgeschoss. Hier nimmt das Gebäude eigentlich kaum Bezug zur Außenwelt. Ein paar Fenster/Schaufenster um ein wenig Beziehung zum Bürgersteig zu schaffen wären wünschenswert gewesen. Man erkennt kaum ob man überhaupt Zugang hat zu diesem Gebäude. Da wirkt die Fassade doch sehr abweisend und monoton.
Insofern: Schön dass hier mal kein Einheitsbrei gerührt wird. Danke.
das Gebäude war bestimmt eine Menge Arbeit und womöglich ist es irgendwie auch ein erfolgreiches Projekt - aber das ist doch nix für einen Artikel! Der Text ist dann auch absolut inhaltsleer und beschreibt im Wesentlichen das, was man auf den - übrigens eher unprofessionellen Fotos - sowieso sieht. Bitte mehr redigieren bzw. aktiv lenken und nicht einfach jeden Pressetext so durchwinken, das wäre toll.