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11.09.2017

Skurrile Hutongs

Designhotel in Peking


Kein „Bling-Bling“ im Hutong: Im Pekinger Szeneviertel Houhai haben Ministry of Design (MoD) einen Komplex aus Hutongs der Fünfzigerjahre in ein Boutiquehotel verwandelt. Das Design Büro mit Sitz in Singapur entwickelte für das Projekt alles, von Architektur, Landschafts- und Innenraumgestaltung bis zu Brandingstrategie für die Hotelkette „Vue Hotel“.

Das Viertel Houhai liegt an dem gleichnamigen, größten See Pekings und ist in den vergangen 15 Jahren zum hippen Ausgehviertel für Expats und Touristen avanciert. Enge Gassen und die traditionelle chinesische Wohnhofbebauung kennzeichnen die Nachbarschaft. Wichtig war den Designern, dass die Gestaltung der Hotel-Hutongs nicht zu chic und luxuriös daher kommt, dass sie nicht das übliche „Bling bling von Luxushotels“ ausstrahlt. Auch dadurch, dass sich das Konzept mit dem baulichen Erbe des umliegenden Viertels auseinandersetze, solle es Reisende auf „anspruchsvolle und skurrile“ Art und Weise für sich gewinnen.

80 Gästezimmer, Restaurant, Cafe und Dachterrasse brachten die Architekten und Designer in dem Komplex aus den Fünfzigerjahren unter. Um die verschiedenen Baukörper aus Wohn- und Lagerbereichen mit ihren unterschiedlichen Graden an traditioneller Ornamentik optisch zusammenzufassen, tauchten sie die gesamte Anlage in einheitlich tiefes Schwarz. Verzierungen wie ornamentierte Dachvorsprünge, skulpturale Balkone, ausgefallene Fensterrahmen oder Figuren akzentuierten sie mit goldener Farbe. Der Entwurf macht alle Rest- und Zwischenräume des Grundstücks nutzbar und legt eine – an traditionellen chinesischen Bauformen orientierte – Holzgitter-Textur über die als private Gärten und Terrassen genutzten Bereiche. Das unruhige, fast dekonstruktivistische Design der Frei- und Innenräume bezeichnen die Gestalter selbst als „dramatisch“.

In Peking, wo vielerorts ganze Altstadtviertel dem Boden gleich gemacht werden, wagen MoD einen anderen Ansatz und erhalten mit ihrer Hotelnutzung einen Baubestand aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, den sie selbst als nicht richtig, sondern als „quasi- historisch“ beschreiben. (lr)


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