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Dachgarten von Julien de Smedt in Kopenhagen fertig
„Nach sechs Jahren Beratungen und Ausnahmegenehmigungen hat der Bau der Birkegade Penthäuser in Kopenhagen jetzt endlich begonnen“, schrieben Julien de Smedt Architects (JDS) im März letzten Jahres. Es muss ein mühsamer Kampf gewesen sein gegen die bestehenden Regularien in der Kopenhagener Innenstadt.
Im Stadtviertel Nørrebro wollten die Architekten auf ein bestehendes, fünfgeschossiges Wohngebäude drei Apartments aufsetzen und darauf wiederum Gemeinschaftsflächen für alle Bewohner des Hauses anbieten. Denn hier ist Kopenhagen am dichtesten bebaut, sodass die Innenhöfe der Baublöcke zu eng und dunkel sind, um als Freiflächen genutzt zu werden.
Die Idee war also, den Hofgarten stattdessen aufs Dach zu setzen. Fertig gestellt wurde das Projekt bereits Ende Februar, aber jetzt verschicken die Architekten stolz die „Frühlingsbilder“ vom Dach.
Auf insgesamt 570 Quadratmetern sind auf verschlungenen Etagen mehrere Terrassen entstanden, ein mit Gras bedeckter Hügel, ein hoch gebogener „Aussichtsturm“, ein Spielgelände mit Gummiboden in leuchtendem Orange sowie eine holzgedeckte Grillterrasse und eine „Freiluft-Küche“.
„Die neue Dachlandschaft ist einzigartig in der Kopenhagener Innenstadt“, so die Architekten. „Dies könnte aber ein Modell werden, um weiteren, ungenutzten Dachraum in lebendigen, nachhaltigen Lebensraum umzuwandeln.“ Auf jeden Fall sieht es nach viel Spaß aus.
Weitere Nutzungsmöglichkeiten von Dächern zeigen wir im Baunetz Wissen Flachdach.
Ist jedenfalls nicht besser als vorher!
Kopenhagen mag ja vielleicht keine stadtklimatischen Probleme haben, man würde sich sonst fragen müssen, warum die positiven Eigenschaften einer extensiven Dachbegrünung nicht auf weiteren Teilflächen zum Einsatz kamen. Oder wenn wenigstens das Design überzeugen würde. Purer Formalismus ist aber leider nicht immer der beste Ratgeber für eine gute Gestaltung und in diesem Falle auch nicht nachhaltig. Vielleicht lag's aber auch nur an den geringen Dachlasten... (in dubio pro reo)
vielleicht die kinder anbinden? oder nen käfig drum? oder, oder, oder... langeweile? und wenn schon... darf man eben nur mit softbällen spielen! schön!