Kubismus reloaded
Bürohaus von EM2N in Prag
Im Prager Stadtteil Karlín in unmittelbarer Nähe zur Moldau wurde das „Keystone Building“ der Schweizer Architekten EM2N eröffnet. Das Gebäude, das eine Torsituation zum Quartier bildet, nimmt mit seiner Fassade aus polygonalen Flächen Bezug auf den tschechischen Kubismus.
Karlín entstand im 19. Jahrhundert als Vorstadt Prags, damals noch Teil des Königreichs Böhmen, und wurde nach Karoline Auguste von Bayern benannt – der damaligen Ehefrau des österreichischen Kaisers Franz I. Das Viertel ist geprägt durch Industriebauten aus dieser Zeit und erfährt in den letzten Jahren einen rasanten Strukturwandel.
Das Bürogebäude von EM2N ist Teil dieser Entwicklung, was sich auch durch hochwertige Materialien wie polierte Chromoberflächen und Terrazzoböden verdeutlicht. Im Erdgeschoss bietet das Haus Ladengeschäfte, in den Obergeschossen befinden sich Büroflächen. Die doppelschichtige Fassade schafft durch thermische und akustische Isolation eine verbesserte Bauphysik und geringere Energieverbräuche.
Alles Fotos: Simon Menges
und auch wirkt der untere Abschluss des Gebäudes im EG etwas unzusammenhängend. Es wirkt bei den historischen Vorbildern in Putz subtiler und aus einem Guss.
es soll auch kubistische Milchpackungen geben (Tetrapack)
So manch einer der selbst nicht viel baut vergisst gerne das der Bauherr/Investor auch mindesten Wünsche, wenn nicht das sagen hat über die Gestaltung. Denn genau wie Gemeindepolitiker feiern sich auch Investoren gerne als ''Macher'' des Bauwerks.
wer hier den bezug zum prager kubismus nicht sieht, hat noch keinen prager kubismus gesehen. klar, es gibt einen recht harten materialkontrast zum bestand- aber das wird meiner meinung nach gerade durch den recht anbiedernden städtebau zu einer qualität. Auch im Inneren finde ich z.B. im Entree/Treppenhaus bemerkenswerte Ansätze, klassische Bezüge ins Zeitgemässe zu übersetzen.