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21.10.2016

Communicating Architecture

Buchmesse Tag 2: Die Krise in der Architektur


In der Bücherwelt von heute geht es immer mehr um den thematischen Zusammenhang – nicht zuletzt, weil auch die Algorithmen der Suchmaschinen nicht vor Verlagsgrenzen halt machen. Die beiden Architekturverlage JOVIS (Berlin) und Park Books (Zürich) übertragen dieses Prinzip zur Buchmesse 2016 in die reale Welt. Unter dem Motto „Communicating Architecture“ wird an ihrem Gemeinschaftsstand jeden Tag mit Fachleuten ein anderes Thema diskutiert. BauNetz ist Medienpartner und präsentiert in den nächsten Tagen jeweils kurze Resümees.

An guten architektonischen und städtebaulichen Ideen mangelt es eigentlich nicht, doch die Frage nach der Umsetzung ist eine ganz andere. Nicht selten mangelt es an politischem Willen, der Markt und seine Akteure folgen ohnehin eigenen Bedingungen und nur in Ausnahmefällen gelingt es den Gestaltern, sich mit ihren Ansätzen erfolgreich in der Öffentlichkeit zu positionieren. Welche Handlungsspielräume gibt es also? Um „Die Krise in der Architektur“ ging es am 2. Tag von „Communicating Architecture“, um „Städte zwischen Investorendruck und Urban Commoning“.

Trotz vieler kritischer Tendenzen zeugte aber nicht zuletzt schon die Auswahl der Gäste davon, dass es – bei allen Widrigkeiten – viele Initiativen und Institutionen gibt, die sich mit ihrer Arbeit um unsere urbanen Lebensräume verdient machen. Zunächst diskutierten über die „Krise“ die beiden Berliner Architektinnen Barbara Hoidn von Hoidn Wang Partner und Sandra Bartoli vom Büro für Konstruktivismus mit Eva Guttmann von Park Books. Danach sprachen der Vorstand der Hans-Sauer-Stiftung, Ralph Boch, und Christl Drey vom Haus der Architektur Köln mit Jochen Visscher, dem Verleger des JOVIS Verlags.

Sandra Bartoli und Barbara Hoidn thematisierten die virtuellen und analogen Dimensionen des öffentlichen Raums und deren Potenziale, auch unter dem Aspekt der Kommerzialisierung und Instrumentalisierung. Deutlich wurde, dass der öffentliche Raum viel mehr ist als der gebaute Raum, und dass er erst durch gesellschaftliche, politische und soziale Aneignung entsteht. Daran knüpften Christl Drey und Ralph Boch an und zeigten, wie Non-Profit-Organisationen diese Phänomene begleiten, erforschen und dokumentieren, in die Diskussion eingreifen und Aneignung und partizipative Prozesse somit unterstützen können.

Am Montag: Tag 3 „Urban Age“ und Tag 4 „Wohnen heute und morgen“


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