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20.11.2001
Europäische Bibliothek
Bolles / Wilson gewinnen Wettbewerb in Mailand
In Mailand wurde am 9. November 2001 ein beschränkt offener Wettbewerb für den Neubau der Neuen Europäischen Bibliothek (BEIC) entschieden. Im Vorfeld wurden zehn internationale Büros ausgewählt, ihre Arbeiten einzureichen. Die Jury unter Vorsitz von Padoa Schioppa zeichnete den Entwurf des Büros Bolles+Wilson (Münster) mit dem ersten Preis aus.
Der erstplatzierte Entwurf gebe mit einer „starken Kontinuität zwischen den öffentlichen Räumen der Stadt und der Bibliothek mit den angeschlossenen Lesebereichen eine architektonisch brillante und innovative Antwort auf das komplexe Programm“, lobte das Preisgericht. Zudem mache das System grüner Rampen das Gebäude mit einer räumlichen Qualität und Mannigfaltigkeit zugänglich, die die Atmosphäre für eine moderne Bibliothek mit ihren suggestiven Räumen und einem anspruchsvollen Ambiente“ herstelle.
Der Neubau der Bibliothek soll auf dem Grundstück der Stazione Porta Vittorio im Zentrum Mailands entstehen. Mit einer Fläche von 95.000 Quadratmeter soll das Gebäude als Informations- und Kulturzentrum genutzt werden.
Vollkommen digitalisiert wird die BEIC 900.000 Bücher zur Ausleihe, 150.000 audiovisuelle Dokumente und 3.000 Periodika bereit stellen. Ein Archiv wird Raum für rund vier Millionen Bücher, Multimedia-Dokumente und Zeitschriften bieten. Ergänzt wird das Programm durch ein Auditorium, Konferenzsäle sowie Restaurants und Buchläden.
Neben Bolles + Wilson waren Mario Botta (Lugano), Jo Coenen (Maastricht), Roberto Collovà (Palermo), Josè Antonio Martínez Lapeña (Barcelona), José Luis Mateo (Barcelona), Efisio Pitzalis (Rom), Pierre Riboulet (Paris) sowie Umberto Riva (Mailand) und Gino Valle (Udine) an dem Wettbewerb beteiligt.
Zwei weitere Modellfotos sind als Zoom-Bild 1 und Zoom-Bild 2 hinterlegt (Quelle: Bolles+Wilson).
Weitere Informationen zu dem Wettbewerb finden Sie im Webauftritt der BEIC.
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