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19.10.2011
Wasserkathedrale
Baubeginn für Pavillon in Santiago
Bereits seit zwölf Jahren bietet das MoMa_PS1 in New York jungen Architekten bereits eine Plattform für temporäre Projekte – eine Initiative, die sich nun auch international ausbreitet. Seit diesem Jahr fördert das YAP Young Architects Program parallel zur Innenhofbespielung des MoMA_PS 1 zum ersten Mal die Installation Whatami in Rom und schon zum zweitem Mal in Santiago. Während in New York die Holding Patterns bereits abgebaut sind, wurde dort gestern in Zusammenarbeit mit der chilenischen Organisation Constructo mit dem Bau eines tropfenden Sommerpavillons begonnen: der Wasserkathedrale. Dahinter verbirgt sich ein regnendes Kirchenschiff, den das deutsch-chilenische Büro GUN entworfen hat. Die Architekten Jorge Godoy und Lene Nettelbeck konnten sich mit ihrem – im wahrsten Sinne – spritzigen Entwurf gegen vier weitere Finalisten des YAP durchsetzten.
Die Wasserkathedrale soll in den heißen, trockenen Sommermonaten als temporärer Ort für Kulturveranstaltungen in Santiago de Chile genutzt werden. Wasser als existenzielle Ressource bildet den Ausgangspunkt und die Grundlage für den Entwurf. „Die höhlenartige Topographie des Raumes wird aus Decken- und Bodenkörper gebildet, die jeweils aus tausenden stalagtiten- und stalagmitenähnlichen Prismen bestehen, variierend in Konzentration und Länge. Durch ihr Zusammenspiel spannen sie baldachinartige Räume auf“, erläutern die Architekten.
Ein Wassernetz befüllt die herabhängenden Stalagtiten. In immer wiederkehrenden Rhythmen soll sich das Wasser in den Prismen sammeln und in unterschiedlichen Intensitäten tropfen, nieseln oder regnen. Am 8. Dezember soll die Kathedrale auf dem Platz des Kulturzentrums Matucana in Santiago eröffnet werden und dort für eine Weile mit sanftem Sprühregen erfrischen.
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