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06.11.2015

Alles toll

BDA-Preis Niedersachsen an fünf Büros vergeben


Fünf gleichwertige Prämierungen, sieben Auszeichnungen, acht besondere Erwähnungen – die Jury des BDA-Preis Niedersachsen 2015 wollte offenbar so viele Preise wie möglich vergeben. Ein gutes Zeichen für die Baukultur des Bundeslandes. Gestern Abend, am 5. November 2015, hat der Landesverband im Sprengel Museum Hannover alle Gekürten bekanntgegeben.

Im Turnus von drei Jahren lobt der BDA den Preis aus, er würdigt Architekten und Bauherren gleichermaßen. Aus 69 Einsendungen hatte die Jury unter Vorsitz von Jörg Friedrich, Architekt und Dekan der Fakultät für Architektur und Landschaft an der Universität Hannover, zuvor eine Shortlist von zwanzig Bauten zusammengestellt, die von den fünf Preisrichtern für die Endjurierung bereist wurden. Anbau, Umbau, Neubau; Kapelle, Hörsaal, Schöpfwerk – die ausgezeichneten Projekte zeigen einen Rundumschlag der Typologien und Aufgabenbereiche.

Für die Behutsamkeit und edle Zurückhaltung ihrer Sanierung eines historischen Beginenturms und ihrer Einbauten wurden TW.Architekten (Hannover) ausgezeichnet. „In der architektonischen Tradition Carlo Scarpas stehend“, so argumentiert die Jury, behandele das Büro die Kostbarkeit des Gebäudes „in der Abwesenheit von jeglichem Luxus“.

Ein weiteres preisgekröntes Projekt, das den eigenständigen Umgang mit historischer Bausubstanz darstellt, ist der rostig-rote, schwebende Quader in Cortenverkleidung, den O.M. Architekten (Braunschweig) der Kemenate Hagenbrücke bei Braunschweig angefügt haben. „Ein schönes Beispiel für die städtebauliche Dimension auch kleinster Architekturräume“, ist das Urteil der Preisrichter.

Eine ganz andere Richtung schlägt die Jury bei der Prämierung des gemeinsamen Hörsaals für die Hochschule und die Universität Osnabrück von Benthem Crouwel (Aachen) ein. Hier ist es ein mächtiger, gekappter Polyeder mit matt schimmernder, grün untertönter Strukturfassade – ein Neubau –, der für seine „topografisch sich entwickelnde Lernlandschaft“ einen Preis erhält.

Zwei Wohnbauten gehören auch zu den fünf preisgekrönten Projekten. Die „herbe Schlichtheit“ eines Privathauses in Braunschweig von NIEBERG ARCHITECT (Hannover) wird von den Preisrichtern gelobt, die in dem Projekt eine Anlehnung an „japanische Konzepte der Wahrnehmung und Schönheit“ erkennen. Für seine „gekonnte Architektursprache, die bis in die feinen Details niemals auftrumpfend ist“ wurde der moderne Anbau an eine Stadtvilla von sabo Architekten (Hannover) mit weit auskragender Obergeschossloggia prämiert.

Sehr souverän gibt sich die Jury mit der Auszeichnung für JK Architekten (Hamburg, Münster) und Ewald Kramer für das Konferenzzentrum des kürzlich rekonstruierten Schloss Herrenhausen. Obwohl aus dem Statement der Juroren herauszulesen ist, dass diese dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Barockbaus kritisch gegenüber stehen, würdigen sie die architektonische Leistung der beiden Büros „das große Raumprogramm ohne Störung der Gartenanlage“ unterzubringen. „Die Detaillierung strömt eine Eleganz aus“, urteilen die Preisrichter weiter.

Zu den sieben ausgezeichneten Projekten gehören noch:

  • E.ON Avacon in Salzgitter von bof architekten (Hamburg)

  • Marienkapelle St. Johannes Apostel in Wietmarschen von Klodwig + Partner Architekten (Münster)

  • Gedenkstätte Ahlem bei Hannover von ahrens grabenhorst architekten (Hannover)

  • Schöpfwerk in Lingen Ems von Vickers Krieger Architekten (Lingen Ems)

  • NML – Neues Museum Lüneburg von HEIDENREICH + SPRINGER ARCHITEKTEN (Berlin)

  • Gesamtschule Wilhelm-Bracke Braunschweig von Springmeier Architekten (Braunschweig)

Eine besondere Erwähnung finden folgende Projekte:

  • Neue Aula Lessinggymnasium Braunschweig von Dohle + Lohse Architekten (Braunschweig), Bauherr: Stadt Braunschweig, FB Hochbau und Gebäudemanagement

  • Evangelisch-lutherische Apostelkirche in Hannover von pax brüning architekten (Hannover), Bauherr: Ev.-luth. Apostelkirchengemeinde

  • Bürohaus am Aegidientorplatz von Architekten BKSP – Grabau, Leiber, Obermann und Partner (Hannover), Bauherr: Quantum Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH / Haus am Aegi GmbH

  • Westerturmensemble in Duderstadt von GNÄDINGER ARCHITEKTEN (Berlin), Bauherr: Stadt Duderstadt

  • Forum Herrenhäuser Markt von ksw architekten + stadtplaner (Hannover), Bauherr: Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen eG

  • Erweiterung Schulzentrum Langenhagen von (pfitzner moorkens) architekten (Hannover), Bauherr: Stadt Langenhagen FB Hochbau

  • Am Klosterhof von AHAD Architekten (Braunschweig), Bauherr: Katharina und Lorenz Nause

  • Lern- und Studiengebäude der Universität Göttingen von Reiner Becker Architekten (Berlin), Bauherr: Georg-August-Universität Göttingen

Eine Ausstellung mit der gesamten Shortlist von zwanzig Projekten wird ab November im Sprengel Museum Hannover gezeigt und im kommenden Jahr in verschiedene Regionen Niedersachsens wandern. (sj)


Zum Thema:

www.bda-niedersachsen.de

Objektberichte über das Einfamilienhaus in Braunschweig und das Verwaltungsgebäude von E.ON in Salzgitter im Baunetz Wissen


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Preis: Kemenate Hagenbrücke in Braunschweig von O.M. Architekten (Braunschweig), Foto: Andreas Bormann

Preis: Kemenate Hagenbrücke in Braunschweig von O.M. Architekten (Braunschweig), Foto: Andreas Bormann

Preis: Hörsaal Hochschule und Universität Osnabrück von Benthem Crouwel (Aachen), Foto: Jens Kirchner

Preis: Hörsaal Hochschule und Universität Osnabrück von Benthem Crouwel (Aachen), Foto: Jens Kirchner

Preis: Beginenturm in Hannover von TW.Architekten (Hannover), Foto: Andrea Janssen

Preis: Beginenturm in Hannover von TW.Architekten (Hannover), Foto: Andrea Janssen

Preis: MAT - Anbau an eine Stadtvilla von sabo Architekten (Hannover), Foto: Olaf Mahlstedt

Preis: MAT - Anbau an eine Stadtvilla von sabo Architekten (Hannover), Foto: Olaf Mahlstedt

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