Reduce Reuse Recycle – der deutsche Beitrag zur 13. Architekturbiennale
BAUNETZWOCHE#269

- Reduce Reuse Recycle: Mit diesen drei Schlüsselbegriffen aus der Abfallwirtschaft hinterfragt der deutsche Pavillon auf der Architekturbiennale 2012 in Venedig den Umgang mit der vielschichtigen Ressource Architektur.
- Interview: Muck Petzet im Gespräch über die Biennale, die Wahrnehmung von Umbauten und Missverständnisse der Denkmalpflege
- Reiseführer in die Zukunft: „A Smart Guide to Utopia“ von Kati Krause
- Knistern der Zeit: Ein Film über Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso
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So wie ich das lese, kritisieren die Vorredner den Fetischismus, "Einem Fetisch werden Eigenschaften oder Kräfte zugeschrieben, welche dieser von Natur aus nicht besitzt" Also es geht um Marketing/Verkauf und da ist es völlig egal, ob man über viel oder über nichts fetischisiert. Es bleibt immer eine Ideologie, also eine Täuschung zum Zwecke des Verkaufs. Ist also mit Architekturtheorie nicht zu erklären.
Nein, ich finde die Hinwendung zum Alltäglichen, zum Gewöhnlichen alles andere als Banal. Viel zu selten wird der Umbau in all seinen (alltäglichen) Facetten einmal auf die Bühne, ins Rampenlicht gestellt. Ist doch toll, da steht er mal ganz gut. Ich hoffe jedenfalls, dass die Ausstellung alles andere als banal wird, die gezeigten Beispiele und auch das INterview lesen sich schon einmal sehr vielversprechend!
Natürlich sind Büro´s wie z.B. Brandelhuber sehr aktiv dabei, Banalitäten in die Öffentlichkeit zu reden, über die viele andere Büros schweigen und einfach weiterarbeiten. Aber damit steht er nicht allein. Das ist ein Phänom der Konkurrenzgesellschaft. Diese Büros wollen auch in der Theorie ganz vorne sein. Sie müssen den Kritikbetrieb daher ständig mit ihren "neuen" Gedanken füttern. Sie besprechen ihre Architektur immer schon im Vorfeld, damit sie kunsthistorisch wichtiger erscheint. Das klappt genauso gut wie in der Werbung. Der Theoriebetrieb nimmt das jedenfalls dankbar auf und dann schließt sich der Kreis. Marx hat diesen Prozess mit Warenfetisch beschrieben.
Z.B. das Büro Brandelhuber+ hat ja in der Vergangenheit schon hin und wieder eine alltägliche Maus in einen theoretischen Elefant verwandelt. Verschont uns bitte und bleibt privat damit.
Nicht alles Gebaute ist Architektur! Das nicht Gebaute ist Architektur! Das nicht Gezeigte ist Architektur! Ich denke lieber nichts mehr!