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06.10.2009
Phönix aus der Asche
Ausstellung in Potsdam über Justizzentrum
Wenn es einen Gott der Architektur gibt, so heißt er im Berliner Raum unzweifelhaft Karl-Friedrich Schinkel. Der einflussreiche preußische Klassizist hat die Architektur des 19. Jahrhunderts in Berlin und Brandenburg geprägt wie kein Zweiter. Auch die ehemalige Unteroffiziersschule an der Potsdamer Jägerallee, 1826-28 errichtet, gehört zum Œuvre des Meisters. Sie wurde bis 1993 als Kaserne genutzt und schließlich in den Komplex des Potsdamer Justizzentrums integriert, das im Oktober 2008 übergeben wurde.
In fünfjähriger Bauzeit hatte der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) nach Plänen des nicht minder bedeutenden Büros Atelier 5 aus Bern und der Landschaftsarchitekten Lützow 7 die ehemalige Kaserne restauriert und neue Gebäude errichtet (siehe auch BauNetz-Meldung zum Richtfest vom 7. November 2006). Es entstand eine neue Heimat für Verfassungsgericht, Staatsanwaltschaft und Amts- und Landgericht.
Am morgigen Mittwoch, 7. Oktober 2009, wird ebendort eine Fotoausstellung eröffnet und ein Bildband vorgestellt. Unter dem Titel „Phönix aus der Asche“ dokumentieren Ausstellung und Buch anschaulich die bauliche Entwicklung einer maroden Kaserne zu einem modernen Justizzentrum.
Jahrelang war die Kaserne für die Bürger ein verschlossener Ort. Zu DDR-Zeiten war kaum bekannt, für welche Zwecke die Kaserne wirklich genutzt wurde, und danach präsentierte sich der Gebäudekomplex in einem verwahrlosten Zustand.
Den baulichen Wandel dokumentieren die Ausstellung und der neue Bildband. Die Bilder zeigen den Zustand im Inneren des Gebäudes vor den umfangreichen Sanierungsarbeiten und stellen anschaulich dar, wie umfangreich die Modernisierung der Gebäude war.
Ausstellung: ab 7. Oktober 2009 bis auf weiteres, Mo-Fr 9-18 Uhr
Eröffnung: 7. Oktober 2009, 14.30 Uhr
Ort: Justizzentrum Potsdam, Jägerallee 10-12, 14469 Potsdam
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