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15.08.2011
Die Regel und die Ausnahme
Ausstellung in Frankfurt über Wolfgang Pehnt
Eine Architekturausstellung, die nicht direkt um Architektur geht – das ist in der Tat eine seltene Ausnahme von der Regel. Der 80. Geburtstag von Wolfgang Pehnt, der am 3. September ansteht, ist aber ein schöner Anlass dafür, denn in der Tat hat sich Pehnt in über vier Jahrzehnten um die Architekturvermittlung für Fachleute und Laien mehr als verdient gemacht, „mit Stil und Sprachgefühl, verhaltener Ironie, großem Wissenshintergrund und nie nachlassender Neugier“, wie es das DAM beschreibt.
Als Germanist und Kunsthistoriker begann er zunächst als Lektor im Gerd Hatje-Verlag und wurde dann Redakteur beim Deutschlandfunk, wo er zwischen 1963 und 1995 die Abteilung Literatur und Kunst leitete. Bekannt wurde er aber vor allem als Autor einiger der wichtigsten Bücher zur Architekturgeschichte, darunter „Die Architektur des Expressionismus“ (1973), „Deutsche Architektur seit 1900“ (2005) sowie Monographien über Gottfried Böhm, Hans Poelzig, Rudolf Schwarz und viele andere. Für seine Bücher und Essays ist er vielfach ausgezeichnet worden.
Wie aber stellt man ein theoretisches Lebenswerk aus? Neben einer „langen Reihe der Pehntschen Bücher“ werden ab kommendem Freitag bei „Die Regel und die Ausnahme. Wolfgang Pehnt zum 80. Geburtstag“ auch einige Auszüge aus Pehnts Korrespondenzen und einige Stücke aus seiner privaten Sammlung zu sehen sein, darunter Zeichnungen von Gottfried Böhm, Le Corbusier, Hermann Finsterlin und Fotografien von Klaus Kinold oder Bernd und Hilla Becher. Zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog mit dem schönen Titel „Die Regel und die Ausnahme. Essays zu Bauen, Planen und Ähnlichem“. Zur Eröffnung spricht nach Wolfgang Voigt (DAM) und Werner Durth auch Wolfgang Pehnt selbst.
Eröffnung: Freitag, 19. August 2011, 19 Uhr
Ausstellung: „Die Ausnahme und die Regel“ vom 20. August bis 25. September 2011, Di, Do-Sa 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr, So 11-19 Uhr
Ort: DAM, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt/Main
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