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13.07.2012
Auf Gassen und Plätzen
Altenheim in Wien fertig
Im Südosten Wiens, im 11. Gemeindebezirk Simmering, konnte das Wiener Büro Josef Weichenberger Architekten kürzlich ein Seniorenzentrum fertig stellen. In dem Neubau sind 14 stationäre Pflege-Einheiten untergebracht außerdem beherbergt er Tagesstätten für bis zu 50 Senioren sowie Untersuchungs-und Therapiebereiche und 56 Wohnungen.
Vor allem durch das Konzept der einzelnen Stationen versucht sich der Neubau von ähnlichen Projekten innovativ abzusetzen. So orientiert sich der Grundriss jeder Station am Bild eines gewachsenen Altstadtkerns mit unterschiedlichen und abwechslungsreichen Platzsituationen und Raumqualitäten und gliedert sich in Tagesräume, Aufenthaltsbereiche sowie kleine Wohneinheiten entlang der „Gassen“.
Jede Wohneinheit verfügt über ein natürlich belichtetes Bad und einen Balkon oder eine Loggia. Die Zimmer orientieren sich sowohl nach Außen zum alten Baumbestand als auch über eine Innenraumverglasung zu den „Dorfplätzen“ im Inneren. So hat jeder Bewohner die Möglichkeit aktiv oder passiv am täglichen Leben des Heimes teilzuhaben. Auch das Erdgeschoss mit kleinen Geschäften, einem Café, einem Behandlungs- und Therapiezentrum, einer Tagesbetreuung und einem Mehrzwecksaal versucht einem Stadtzentrum zu gleichen.
Vor allem die Kapelle als multireligiöser Raum zeichnet sich durch eine vom Rest des Komplexes vollkommen abgekoppelte Architektursprache aus. Sie steht als Solitär und Fremdkörper im Garten des Heimes. Die Verwendung von Sichtbeton machen die Idee einer kristalinen Formensprache im Innen- wie im Aussenraum möglich.
Fotos: Armin Plankensteiner, Mark Steinmetz, Paul Ott
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