A-Z
Mein BauNetz

Wo geht auf der Orgatec 2016 die Sonne auf?

Neue Horizonte

Die Digitalisierung verändert zunehmend unseren Alltag – und damit auch unsere Arbeitsformen und die Orte, an denen wir sie verrichten. Doch anstelle eines Auflösungsprozesses des Büros, entwickeln sich immer neue Szenarien und Abwandlungen unserer Arbeitswelt. Welche davon Bestand haben werden und was die Zukunft an weiteren Entwicklungen mit sich bringen wird, bleibt eine der spannendsten Fragen der heutigen Zeit: Auf der diesjährigen Orgatec liefert Vitra mit seinem innovativen Ausstellungskonzept WORK nicht nur seine eigenen Antworten, der Schweizer Möbelhersteller überrascht mit Joint Ventures und Collagen.

Die derzeitige Entwicklung unserer Arbeitswelt bringt Nora Fehlbaum, CEO von Vitra, passend auf den Punkt: „Neue Technologien erleichtern es, überall und jederzeit zu arbeiten. Darum wird regelmäßig das Ende des Büros angekündigt. Das Büro ist aber nicht verschwunden. Weshalb? Weil das Bedürfnis nach realem, direktem Austausch ungebrochen ist und mit der zunehmenden Virtualisierung sogar steigt.“ Diesen Worten lässt der Schweizer Möbelhersteller auch Taten folgen und liefert mit seiner Orgatec-Ausstellung Work eins der spannendsten Messekonzepte der letzten Jahre: Die komplette Halle 5.2. wurde als Stadt konzipiert und bietet den Besuchern eine collageartig zusammengestellte Inspirationsumgebung. Dabei löst Vitra die Grenzen des geschlossenen Messestandes auf und kollaboriert mit mehr als einem Dutzend Firmen, die alle auf ihren Gebieten als wegweisend und innovationsgetrieben gelten: Die Bandbreite reicht von Möbel- und Produktherstellern wie Artek, Bulthaup und Kvadrat bis hin zu Technologieunternehmen wie Mercedes-Benz, Samsung und Swisscom.

Gemeinsam präsentieren die Unternehmen mit Work einen umfassenden Ansatz innovativer Arbeitswelten und zeigen vielfältige Aspekte, die Büros von heute und morgen beeinflussen sowie die Produktivität der Unternehmen verbessern. Work geht außerdem der Frage nach, wie dynamische Räume in Zeiten großer Veränderungen aussehen, um dem heutigen Verständnis von Arbeit und ihrer Bedeutung in unserem Leben und unserer Kultur gerecht zu werden.

Bis zum Sonnenaufgang
Neben Vitra wirkten an dem Konzept für Work das Londoner Architekturbüro von Pernilla Ohrstedt und das Designbüro von Jonathan Olivares aus Los Angeles mit. Gemeinsam entwickelten sie die Idee eines Minikosmos, der die Besucher in eine von der dunklen Messewelt unabhängige Zeitrechnung entführt. Dafür sorgt der sogenannte „Horizont“, eine die Ausstellung vollständig umschließende, fünf Meter hohe Stoffbahn. Ähnlich dem Film „Truman Show“ erzeugt die Kulisse die Illusion einer realen Welt und simuliert unterschiedliche Tageszeiten von Sonnenaufgang bis -untergang. Dadurch können der gesamte zeitliche Verlauf eines Arbeitstages sowie die unterschiedlichen Zeitzonen abgebildet werden. Gleichzeitig sorgt das Konzept der Ministadt für eine differenzierte räumliche Struktur, die Orte für die einzelnen Partner sowie die Gemeinschaft schafft: Ein demokratisches und offenes Messekonzept durch und durch.

Collage und Chancen
Die inhaltliche Konzeption orientiert sich an dem für Vitra bedeutenden Thema „Collage Office“: Produkte, Formen, Farben und Materialien werden zu individuellen Arbeitsumgebungen zusammengestellt, die auf verschiedene Ansprüche an einen Arbeitsplatz eingehen und nicht zuletzt die Identität eines Unternehmens im Raum veranschaulichen. Work zeigt beispielsweise ein Büro, das sich durch seine hohe Flexibilität auszeichnet oder eine Arbeitsumgebung für Digital Nomads, die virtuell vernetzt sind und ortsunabhängig arbeiten können. Ebenso wird ein studioähnliches Büro als konstanter Ort der Rück- und Einkehr im sich täglich verändernden Arbeitsleben gezeigt.

Gemein haben alle die grundlegende Idee der Collage, die bei Vitra tief verwurzelt ist und das Interieur und seine Zusammenstellung als „work in progress“ definiert -  offen für Veränderung und Ergänzung. Ein inspirierendes Beispiel für die Collage stellt das Wohnhaus von Charles und Ray Eames in Pacific Palisades dar. Die Einrichtung des Eames House repräsentiert auf ideale Art und Weise die lebendige und oft überraschende Mischung aus Alt und Neu, aus Handwerk und Industrieprodukten, aus Technik und Kunst, aus Einfachem und Komplexem, Dekorativem und Praktischem – und steht damit für die Vision von Work, einen ganzheitlichen und objektiven Blick auf die Arbeitswelt, ihre Veränderungen sowie auch ihre Chancen zu liefern.

Vom 25. bis 29. Oktober 2016 präsentiert Vitra mit Work die Zukunft der Arbeit in Halle 5.2 der Büromesse Orgatec in Köln. Work geht der Frage nach, wie dynamische Räume aussehen, die dem heutigen Verständnis von Arbeit und ihrer Bedeutung in unserem Leben und unserer Kultur gerecht werden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Design-, Architektur- und Technologieunternehmen zeigt Work vielfältige Aspekte, die Arbeitsumgebungen von heute und morgen beeinflussen und die Produktivität verbessern. Besuchen Sie Work by Vitra auf der Orgatec, um mehr zu erfahren.