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http://www.baunetz.de/herstellernews/Klima-Pavillon_mit_Atex5000-Membran_von_Hightex_5207271.html

Materialgerecht und maßgeschneidert

Der Architekt Louis Kahn sagte einmal, wenn man einen Ziegelstein fragen könnte, was er sein möchte, dann würde er antworten, er wäre gern Teil eines gemauerten Bogens. Was würde wohl eine Membran auf dieselbe Frage erwidern? Wahrscheinlich: „Wenn ich viel leisten will, ein Stadiondach. Und wenn ich Spaß haben will, ein Pavillon!“
 
Bei dem an einen „Dome“ von Richard Buckminster Fuller erinnernden und auf der auf der Landesgartenschau 2007 in Apolda erstmals aufgebauten Klima-Pavillon wird einmal mehr deutlich, wie perfekt sich moderne Membran-Materialien für diesen besonderen Bautypus eignen. Pavillons haben ein kleines Raumprogramm, sie sind oft temporär und haben weniger komplexe baurechtliche Auflagen als dauerhafte Gebäude. Deswegen lassen sie sich spielerischer, fast experimentell planen und umsetzen.  Bei einer solchen Bauaufgabe kann nichts Besseres zum Einsatz kommen als ein Material, das folgende Eigenschaften in die Waagschale wirft: wirtschaftlich und leicht, transluzent und UV-stabil, schwer entflammbar und extrem temperaturbeständig, außerdem durch seine hohe Flexibilität und Knickbeständigkeit mehrfach verwendbar und schließlich auch noch vollständig recyclingfähig. Kurz: die Membran?

All dies gilt für, ein silikonbeschichtetes Glasfasergewebe von Hightex aus Rimsting. Folgerichtig wählten reich.architekten BDA und Professor Jürgen Ruth von der Bauhaus Universität Weimar diesen Werkstoff für ihren kugelförmigen Klima-Pavillon. Das Projekt entstand im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und wurde von der Thüringer Energie- und Greentech-Agentur umgesetzt. Der Pavillon wurde auf der Landesgartenschau Apolda durch einen Großteil mit regenerativer Energie versorgt. Mit einer Solarblume sowie eigens für dieses Projekt entwickelte „Solarschirme“, die auf der Tragkonstruktion aufsitzen, wurde Solarenergie für den Betrieb von Licht- und Lüftungstechnik im Klima-Pavillon erzeugt.
 
Auf einer Grundfläche von knapp 170 Quadratmetern bietet der neun Meter hohe Pavillon Raum für Ausstellungen, Seminar- und Vortragsveranstaltungen. Außer in Apolda soll er in den kommenden Jahren an weiteren Orten in Thüringen über Klimawandel, Klimaschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen aufklären. Dabei wird die hybride Stahl-Membran-Hülle nicht nur stets sinnbildlich an die Erdatmosphäre erinnern – es lässt sich auch handfest belegen, wie nachhaltig sie ist: In einem modellhaften Vergleich zu einer äquivalenten Betonkonstruktion hat sie in der Gesamtheit der Umweltindikatoren deutlich besser abgeschnitten und nur ein Zehntel an Treibhausgas-Emissionen verursacht.
 
Der Klima Pavillon wird am 16.10.2017 abgebaut und zur Landesgartenschau 2018 in Weimar erneut aufgebaut.

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