04.10.2016

Eines der letzten Theater im Norden

Ein Zeugnis der Salpeter-Architektur

Das Teatro Municipal in Iquique - komplett aus Holz gebaut, selbst die Fassaden - entstand in der Hochzeit des Salpeter-Booms 1894 und ist ein Werk der deutschstämmigen Architekten-Brüder Bliederhäuser nach dem Vorbild europäischer Theater-Architekturen dieser Zeit. In diesem Fall handelt es sich um eine verkleinerte Kopie der steinernen Staatsoper in Prag.

Die Hohlräume der Konstruktion in Boden und Decke funktionieren als Klangkörper, ähnlich wie eine Gitarre. Die Kuppel im Innenraum aus Putz und Pferdehaaren ist von der äußeren Konstruktion abgehängt. Die technisch raffinierte Unterbühne ist bis heute erhalten. Mittlerweile wurde sie aber durch einen Bühnenturm ersetzt.

Das Haus durchlebte in seiner Geschichte verschiedene Nutzungen, es war Tanzsaal, Boxkampfarena und zuletzt bis 1987 ein Kino. Das Ziel der nächsten Sanierung ist es, das Theater wiederzubeleben.



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