Weinwelt

Vinothek für die Winzergemeinschaft Franken & Neuordnung der Gesamtanlage

Fabian Weis / Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Ausgangspunkt der Überlegungen stellen die vorgefundenen Probleme der GWF an ihrem Standort dar. Durch aktuell rein zweckmäßige Industriehallen mit Erweiterungen sind zwar die Anforderungen an die Produktion des Weins erfüllt, jedoch fällt es schwer, den Mehrwert des Weins und eine diesem Erzeugnis angemessene Außendarstellung zu vermitteln.
Es fehlen auf der einen Seite ein signifikanter und wiedererkennbarer Auftakt zur Anlage, der es schafft, potentielle Kunden (Autobahnkreuz) anzulocken und auf der anderen Seite ein Ort, der den Bezug zur Landschaft mit ihren Weinreben und nach Kitzingen herstellt.

Gelöst werden sollen diese Probleme durch zwei Gebäudeensemble jeweils an den unterschiedlichen Enden der Fabrik, die durch ihre Nutzungen und Struktur der ganzen Anlage eine logische funktionale Abfolge und eine klare Richtung geben sollen und dabei den Mehrwert des Weins herausarbeiten sollen.
Im Nordwesten soll eine Vinothek, die durch eine Freibühne und einen Barrique-Showroom ergänzt wird, die GWF und ihren Wein näherbringen, zum kosten, genießen und verweilen einladen und die Marke stärken. Im Südosten soll eine Tagungs-/ Fortbildungsstätte mit Schauweinberg entstehen, die sowohl GWF-Winzern zuträglich käme, als auch die Option böte, Tagungen und Konferenzen verschiedenster Firmen mit GWF-Wein zu versorgen und so eventuelle neue Großkunden zu gewinnen.

Die Vinothek versteht sich zusammen mit den zwei ergänzenden Gebäuden als neuer Kopfbau der Anlage. Hier werden Besucher empfangen und hier sollen Wein und Kultur aufeinandertreffen. Von der Parkebene gelangt man auf einen abgesetzten Platz, der sich zwischen der Vinothek und der Freibühne aufspannt. Dieser Vorplatz setzt nicht nur die Vinothek markant in Szene, sondern dient auch als Veranstaltungsort für diverse kulturelle Events. Im Inneren des Gebäudes befinden sich auf den unteren zwei Geschossen in einem großen, offenen und durch Wandscheiben differenzierten Bereich die Verkaufs-, Informations-, Bistro-, und Ausstellungsflächen, welche durch intime Degustierkabinette ergänzt werden.
Während sich die Fassade im Bistrobereich zum Vorplatz öffnet, bietet der Verkostungs- und Verkaufsbereich die Möglichkeit, in den privateren Hof, der auch durch einen Barrique-Showroombegrenztist, hinauszutreten und das Glasinaller Ruhezugenießen. Im obersten Stockwerk befindet sich der großzügige Mehrzweckraum. Ein offener Luftraum steckt sich durch das gesamte Gebäude und verbindet gleichzeitig die Geschosse miteinander, während immer neue Raum- und Lichteindrücke generiert werden. Der Einsatz von Sichtbeton im Innenraum als Material für Wände, Decken und Böden vermittelt eine archaische, rohe Atmosphäre und soll den Wein zurückhaltend in Szene setzen. Erdige und rohe Materialien wie ein heller, natürlicher Klinker in der Fassade und Eichenholz für Möbel und Einbauten innen sollen das klare und schnörkellose Erscheinungsbild stärken und den Bezug zur Natur, aus der der Wein kommt, herstellen.

Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2016

Facts

Hochschule:
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Lehrstuhl:
Prof. Ingrid Burgstaller, Prof. Nadja Letzel, Prof. Hartmut Fuchs

Präsentation:
22.07.2016



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Vectorworks, Photoshop, InDesign, Illustrator

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