WATAN

Ort des Ankommens

Fabrice-Noel Köhler / Fachhochschule Dortmund
Situation
In der hiesigen Kriegsflüchtlingssituation prägen unmögliche Zustände als auch temporäre Lösungen das tragische Leben im Ankunftsland. Die meisten architektonischen Antworten auf diese Umstände sind nicht auf die Bedürfnisse und Lebensweisen dieser bedürftigen Menschen zugeschnitten. Es fehlt an Struktur und Auseinandersetzung mit der Tradition der von Krieg geflüchteten Menschen.

Idee
Das Erdgeschoss gibt in massiver Bauweise die städtebauliche Figur vor. Diese Struktur dient zur Erstaufnahme, denn anschließend werden die privaten Geschosse von den Bewohnern selbst gebaut. Bekannte Handwerkskunst wird mit Ressourcen aus der Umgebung umgesetzt, dazu gehören Gesteine aus den umliegenden Gebirgen und Hölzer dichtbepflanzter naheliegender Wälder. Somit entstehen Privathäuser mit Heimatatmosphäre. Ausgewählte traditionelle Elemente werden modern übersetzt, letztendlich gestaltet der Nutzer das Komplettbild des Hauses selbst. Der Entwurf gibt ein empfehlenswertes Abschlussbild des Ortes vor, libanesische Zedernbäume dienen zur Schattenspende, sowie Orangen-Olivenbäume und Obstgärten zur Selbstversorgung und Selbstständigkeit. Dieses nachhaltige Konzept lässt sich in ihren Abmessungen auf verschiedene Grundstücke übertragen.  

°günstig wohnen
°das „zuhause“ selber bauen
°intergiert sein
°Arbeitsplätze schaffen
°Infrastruktur erzeugen
°Nachverdichten auf dem Dach

„Watan“
ist ein arabisches Wort. Der Begriff heißt so viel wie „Vaterland“, „Heimatland“ oder „Nation“ und spielt in der arabischen Politik des 20. und 21.Jahrhunderts eine große Rolle. Der Begriff Watan wird als Vatan auch in der türkischen Sprache verwendet, sowohl für das nationale Vaterland als auch für das gemeinsame utopische Vaterland. Mit dem Wort WATAN werden Orient und Okzident vereint.

Istanbul
ist mit geschätzten 14 bis 16 Mio. Einwohnern die größte Stadt der Türkei und die viertgrößte Stadt der Welt. Die Metropole liegt in einzigartiger Lage an beiden Seiten des Bosporus, der Meerenge, die das Mittelmeer und das Schwarze Meer verbindet und Europa von Asien trennt.

Die traditionelle Architektur in Istanbul ist geprägt von typischen Bauten wie die Yali (Villen am Bosporus), Reihenhäuser aus Holzkonstruktionen und die Gecekondus („über Nacht entstandene Häuser“). Diese stehen dabei für das Potenzial Istanbuls mit der Flüchtlingssituation umzugehen.

Kadıköy
ist heute ein weltoffener Stadtteil mit multikultureller Atmosphäre und zahlreichen Freizeitaktivitäten, sowie Integrationspotenzialen, seine Altstadt war auch vom Zusammenleben von Christen und Muslimen geprägt. Es gibt griechisch-orthodoxe, armenische und römisch-katholische Kirchen.

Campus Masters Wettbewerb


November / Dezember 2016

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Dortmund

Lehrstuhl:
Entwerfen| Frau Prof. C. Remensperger

Präsentation:
29.07.2016

Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Wohnbauten

Software:
ArchiCAD

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