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Venice Hub
Ein Infrastrukturprojekt für Venedig.
Die Arbeit gliedert sich in zwei wesentliche Teilbereiche:
1.) Ein neu entwickeltes Verkehrssystem, welches die beiden Stadtteile Centro Storico und Mestre besser miteinander verknüpft und in einen weitreichenden städtebaulichen Entwicklungsplan eingebettet ist und
2.) den eigens für dieses Fahrsystem konzipierten zentralen Verkehrsknotenpunkt
Kernstück des neuen Verkehrssystems bildet ein amphibisches Shuttle, welches aufgrund seiner Gestalt und durch seine Ausstattung mit einem Fahrwerk und einem Jetantrieb in der Lage ist, sich sowohl als Katamaran im Wasser um Venedig als auch auf einem Fahrbalken ähnlich einer Monorail auf dem Festland fortzubewegen.
Die dafür notwendige Energie wird vollständig durch Solarfelder erzeugt, welche integraler Bestandteil der Fahrwegskonstruktion sind. Mit einer Gesamtfläche von ca. 60 000qm entsteht so ein sich selbst versorgendes Streckennetz.
Der zentrale Verkehrsknotenpunkt befindet sich am Kopfpunkt der ehemaligen Auto- und Eisenbahnbrücke nach Venedig. Dort werden alle ankommenden Verkehrsströme (Bahn, Busse, PKW, etc.) gebündelt und auf das Shuttlesystem umgeleitet.
Um die zentrale Verteilerfläche, welche sich unterhalb einer transparenten Überdachung befindet, sind verschiedene Nutzungen wie der Durchgangsbahnhof, großzügige Parkflächen für PKW und Touristenbusse, ein überregionaler Busbahnhof, Taxistände, Anlegestellen für Schiffe und Boote sowie Retailflächen angeordnet.
Parkflächen für Touristen sind direkt an der Autobahn angesiedelt und über das Shuttlenetz an das System angeschlossen.
Die Gebäudeform entsteht durch die Verdickung der Fahrwege aus den drei Hauptverkehrsrichtungen (Mestre Nord, Mestre Süd, Venedig), welche im Gebäude gesammelt und sortiert werden. Jeder der drei ankommenden Fahrwege wird beim Eintritt in das Gebäude in die jeweils beiden anderen Richtungen aufgespalten und beim Austritt mit einem in die selbe Richtung führenden Fahrweg kombiniert.
Diese Ordnung ermöglicht, daß an den jeweiligen Einstiegsplattformen beidseitig Shuttles halten, welche in die selbe Richtung fahren. Dadurch wird eine gute Orientierung sowie eine hohe Benutzerfreundlichkeit gewährleistet.
Um dem Hauptstrom nach Venedig gerecht zu werden, weist die Brückenkonstruktion in diese Richtung doppelt so viele Fahrspuren auf wie in die anderen beiden Richtungen.
Kurz vor der Lagunenstadt verlassen die Shuttles über einen Ein – und Ausfädelpunkt den Fahrweg und agieren ab dort als ein wassergebundenes Verkehrsmittel, welches an die besonderen Begebenheiten Venedigs optimal angepasst ist.
Entwurfsprozess / Eingesetzte Software:
ausführliche Theorie- und Analysearbeit vor Ort und in schriftlicher Form zur Erarbeitung der Grundlagen für das selbst gestellte Thema
zahlreiche Modelle in verschiedenen Maßstäben von 1:5 bis 1:7.500;
Materialien: 3D-Plot, tiefgezogene Kunststoffformen, Polystyrol, Gips, Harz, Pappe
Rhino, Grasshopper, Rhino-Script, Maxwell Render, Photoshop, Illustrator, InDesign
Verfasser:
Stefanie Hickl
und Thomas Quisinsky
Hochschule:
Universität Stuttgart
Lehrstuhl:
IBK2 / Prof. Stefan Behling
Präsentation:
08.05.2009
Rubrik:
Verkehrsbauten






