UpDownTown Frankfurt

Ein japanisches Mini- Hochhaus zum Wohnen

Benjamin Zweig, Universität Kassel
Aufgabe und Grundstück
Aufgabe war es ein japanisches „Mini- Wohnhochhaus“ auf einen geeigneten Standort in Deutschland zu übertragen. Dabei bedeutete Mini- Hochhaus, ein Hochhaus auf einer kleinen Parzelle mit maximal ein bis zwei Wohneinheiten pro Geschoss.
Ausgewählt wurde dafür ein Grundstück in der Frankfurter Innenstadt. Dieses, nur sieben Meter breite Grundstück zwischen zwei Brandwänden, bietet eine schmale Parzelle in einer dichten, nicht homogenen Bebauung mit einer großen Wohnungsnachfrage und guter Anbindung an den ÖPNV.

Mini Hochhaus
Das Geplante Mini Hochhaus ist 65m und 18 Geschosse hoch. In dem Gebäude sind 22 Wohneinheiten verteilt, davon nehmen acht mit jeweils 115m² ein komplettes Geschoss ein. Sieben mittelgroße Wohnungen mit je 70m² und sieben kleinere mit je 45m² teilen sich jeweils ein Geschoss.
Die kompakten Grundrisse werden durch einen aufgeständerten Boden, -die Bühne ergänzt. Diese Bühne beinhaltet viele Funktionen und kann zusätzlich von den Bewohnern genutzt werden. So lassen sich zum Beispiel Tragwerk, Betten, Küchenelemente, Installationen und Aufbewahrung im Boden „verstecken“ um somit zusätzlichen Wohnraum gewinnen zu können. Die Bühne bedeckt nur die Teile der Wohnung, die den Nebenfunktionen gewidmet sind, der Wohnraum selbst hat somit einen höheren Raum und grenzt sich durch den Höhenunterschied von den Nebenräumen ab.

Fassade
Die Fassade auf der schmalen Stirnseite lässt sich mit Hilfe eines Fassadenklapptor komplett an die Decke aufklappen um somit Innen- und Außenraum verschmelzen zu lassen. Die Längsseiten, die im unteren Bereich als massive Brandwände ausgebildet sind, öffnen sich in den oberen Bereichen zu einer Lochfassade. Die verschiedenen Fensteröffnungsgrößen und deren Positionen richten sich nach einem Raster, den gewünschten Innenraumsituationen und den Wohnungstypen.

Tragwerk und Brandschutz
Ein Vorteil des sechs Meter schmalen Grundrisses ist die relativ geringe Deckenspannweite in der Querrichtung. Auf der Längsseite bilden die beiden massiven, Brandwände die Tragwerksbasis für das Gebäude. Diese werden durch die Bodenplatten, den durchgehenden Kern und Oberzügen verbunden und stabilisiert.
Die Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Wohngeschosses liegt unter 60m, damit benötigt das Mini- Hochhaus nur ein Treppenhaus, welches als Sicherheitstreppenhaus ausgebildet ist. Zudem besitzt das Gebäude einen Feuerwehraufzug, einen direkten Zugang von dem Treppenhaus ins Freie sowie getrennte Treppenhauszugänge für die oberen und unteren Geschosse.

Campus Masters Wettbewerb


Januar / Februar 2013

Facts

Hochschule:
Universität Kassel

Lehrstuhl:
EBK/ Prof. Brigitte Häntsch

Präsentation:
2012-11-11



Abschluss:
Master

Rubrik:
Wohnbauten

Software:
Rhino, AutoCad, Adobe CS5

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