Tischlerei mit Ausstellungsraum

Handwerk als Kulturgut: eine Intervention im Bregenzerwald

Simon Moosbrugger / Technische Universität Wien
Der seit mehreren Generationen wachsende Tischlereibetrieb der Familie Rüscher stößt an seine Grenzen, denn die in die Jahre gekommene Bausubstanz kann einen wirtschaftlichen Produktionsablauf nicht mehr gewährleisten. Mit der fortschreitenden Industrialisierung des Handwerks sind heute längst nicht nur mehr kleine Hand – oder Standmaschinen im Einsatz. Während früher leerstehende Ställe und Garagen zu Werkstätten umfunktioniert werden konnten, sind die Anforderungen an einen „Werkraum“ heute sehr vielschichtig. Neben strengen Auflagen an Brandschutz, Unfallverhütung und Hygiene gilt es vor allem, den immer komplexer werdenden Produktionsabläufen ihren notwendigen Raum zu geben.

Der Neubau der Tischlerei Rüscher in der kleinen bregenzerwälder Gemeinde Schnepfau soll diese Anforderungen unter einem Dach vereinen und über weitere Generationen hinaus eine hochqualitative und zeitgemäße Arbeitsstätte ohne räumliche Barrieren sein. Dies erfordert nicht nur eine akribische Planung des Gebäudes selber, sondern auch eine sehr sorgfältige Integration des Volumens in die kleinmaßstäbliche Bebauungsstruktur der Gemeinde. Das Raumprogramm wird neben Räumen für Lagerung, Produktion, Administration und Bereichen für Mitarbeiter durch einen Ausstellungsraum erweitert, der als Bühne für ausgewählte Möbelstücke dient und von weitem erkennbar als Kommunikator nach außen dient.

Campus Masters Wettbewerb


März / April 2016

Facts

Hochschule:
Technische Universität Wien

Lehrstuhl:
Institut für Gestaltungslehre und Entwerfen, Prof. András Pálffy

Präsentation:
18.11.2015

Abschluss:
Diplom

Rubrik:
Gewerbebauten

Software:
AutoCAD

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