Theaterturm Hamburg

Transformationsraum Oberhafenquartier Hamburg

Carl Obst / Hochschule Bochum
Am Rande der Hafencity in Hamburg liegt im Oberhafenquartier ein alter Güterbahnhof. Obwohl das Areal in unmittelbarer Nähe der Hafencity und der Hamburger Innenstadt liegt, ist es schlecht einsehbar. Dies liegt vor allem an einer Eisenbahntrasse, die das Areal von der Umgebung abschneidet.

Nun soll ein experimentelles Theater entworfen werden, um auf das Quartier aufmerksam zu machen und als ein Impuls für ein kreatives Quartier zu dienen.

Der Theaterturm faltet sich aus der Struktur der alten Lagerhallen empor und reckt sich in die Höhe. So macht der Turm schon von weitem auf seinen Standort aufmerksam. Die alten, langen, schmalen sowie eingeschossigen Lagerhallen aus Backstein, welche stellenweise durch zweigeschossige Verwaltungsbauten ergänzt wurden, geben die Materialität und Gestaltungselemente des Turmes vor.

Städtebaulich greift das Theater die vorhandenen Fluchten des Grundstücks auf und ergänzt diese um einen Kopfbau, der sich turmartig in den Himmel reckt. So stellt das Quartier städtebauliche Verknüpfungen zu Hochpunkten in ganz Hamburg her, etwa zur Elbphilharmonie, dem Michel, zum Kongress-Hotel am Messegelände oder auch zu den tanzenden Türmen unmittelbar am Eingang von St. Pauli.

Das ehemals unscheinbare Oberhafenquartier ergänzt somit das Stadtbild Hamburgs und bindet damit das neue Kreativquartier in den Gesamtkontext ein.

Die Besucher werden schon von weitem vom Theaterturm begrüßt und zu dem neuen Quartier geleitet. Dort angekommen dient der Theaterturm als erste Anlaufstelle. So kann der Besucher in der Theaterhalle verweilen und von dort aus das Quartier und seine Hallen erkunden.

Besucht der Gast das experimentelle Theater, so wird er zunächst in der Theaterhalle empfangen und in das Theaterfoyer geleitet. Dort genießt er den Blick auf die in einem Hein eingebettete Oberhafenkantine.

Um das Theatererlebnis zu beginnen, nutzt der Gast den Aufzug, um zu den Bühnen zu gelangen.

Ein besonderes Highlight des Gebäudes ist der sogenannte „Außenraum“, welcher als zusätzlicher Bühnenraum oder Zuschauerraum genutzt werden kann und ähnlich wie ein Lastenaufzug an der Fassade entlang fahren und so alle Geschosse erweitern kann.

Besonderheit des Theaterturms ist es weiterhin, dass keine festgelegten und vorgegebenen Bühnen- und Zuschaueräume vorgesehen sind. So ist es jedem Regisseur möglich, das Theatererlebnis individuell anzupassen und die Besucher jedes mal neu zu überraschen.

Auf den Bühnenebenen und in der Lounge öffnet sich die Fassade zusätzlich zur Altstadt hin und der Besucher kann sowohl in die Altstadt als auch über das neue Kreativquartier blicken.

Durch dieses einmalige Konzept wird der gesamte Turm bespielbar und erlebbar, wodurch das Theater unbekannte Dimensionen annimmt.

Das Konzept für den Theaterturm stellt so einen spannenden und vielfältigen Spielort für die Kunst, einen starken Impulsgeber für das Quartier und durch seine Zeichenhaftigkeit eine Landmark für Hamburg und das Oberhafenqurtier dar.

Campus Masters Wettbewerb


September / Oktober 2015

Facts

Hochschule:
Hochschule Bochum

Lehrstuhl:
Lehrstuhl Gebäudelehre und Entwerfen / Prof. André Habermann

Präsentation:
02.07.2015



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Archicad, Cinema4D, Photoshop, Illustrator, InDesign

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