TU Hula Platz 4

Wohnquartier auf dem Campus der Université Notre Dame du Kasai, Kongo

Sarah Pallischeck / RWTH Aachen
AFRITEKTUR
Wie das Wort bereits verrät besteht es aus zwei Teilen ursprünglich unterschiedlicher Wörter. Afrika und Architektur. Diese beiden Worte verschmelzen zu einem und ergeben einen neuen Sinn. Der Begriff „Afritektur“ beschreibt eine Architekturrichtung, die traditionelle Techniken nutzt, um die Gebäude in eine neue Form zu bringen. Die Herangehensweisen an diese Art der Entwürfe sollten die Traditionen, Vorstellungen und Ideen der Nutzer einbinden. Es fließen Parameter wie Klima, Topografie, Material, Politik und Kultur in den Planungsprozess ein. Der Entwurfsverfasser muss seinen Blick auf Notwendigkeiten schärfen und verantwortungsvoll planen, sodass nicht nur nachhaltige Materialien verbaut werden sondern auch die Nutzung und Instandhaltung aus ökologischer Sicht sinnvoll ist. Afritekturprojekte sind häufig Programme des Austauschs und der Partizipation. Bauen in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Viele Entwürfe sind auf der Grundlage lokaler oder politischer Mißlagen entstanden und sollen Schutz bieten und neuen Mut stiften. Diese Projekte sind Vorbilder für die Zukunft Afrikas.

FAZIT
Aus den beschriebenen Aspekten und Zielsetzungen stellt das Quartier TU HULA einen bisher einzigartigen Baustein in der Entwicklung des Campus-Geländes dar. An dieser Stelle ist der Ansatz, verschiedene Nutzungen in einem Quartier zu integrieren einzigartig. Mit dem Ziel einen Ort der Gemeinschaft zu schaffen ist es wichtig die Studenten an der Entwicklung und Entstehung zu beteiligen. Gerade in Verbindung mit der angrenzend geplanten Baufakultät bieten sich hier zahlreiche Möglichkeiten. Ein wesentlicher Bestandteil der Architekten- und Ingenieursausbildung ist die Schnittstelle zur Praxis. Die Studenten haben somit die Möglichkeit an der Planung und Realisierung mit zu wirken. Über die Ziegelproduktion bis hin zur Montage und Fertigstellung kann der ganze Entstehungsprozess eines Gebäudes mitverfolgt werden.
Oftmals werden auf dem afrikanischen Kontinent bei Bauvorhaben europäische Muster und Strukturen versucht zu übertragen. Dabei werden Punkte wie die Lebensweisen der Bewohner, Klima und Topografie vernachlässigt. Anders als bei den jenen Planungen ist hier der Anspruch mit lokalen Materialien und Bauweisen einen neuen Gestaltungsansatz zu finden und die Fähigkeit der Improvisation und Kreativität der Kongolesen auch für den Bauprozess zu gewinnen . So kann dieser Denkanstoß in der Zukunft dazu führen, dass sie die Möglichkeit haben einen eigenen neuen Stil zu entwickeln.

Campus Masters Wettbewerb


März / April 2015

Facts

Hochschule:
RWTH Aachen

Lehrstuhl:
Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung

Präsentation:
27.01.2015

Abschluss:
Master

Rubrik:
Wohnbauten

Software:
Archicad Graphisoft, Photoshop, google sketch up, Cinema 4D, Adobe Illustrator und InDesign

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