Stadtbibliothek Wiesbaden

Dern´sches Gelände

Nils Fröhlich / Hochschule RheinMain
Städtebauliche Setzung
Der städtebauliche Riegel, der das Dern’sche Gelände räumlich trennt, nimmt die Struktur der Straßenfassaden auf und fügt sich so harmonisch in den historischen Kontext ein. Durch die städtebauliche Setzung entsteht an der Friedrichstraße ein kleinerer, zur Ankunft und Orientierung dienender Vorplatz. Auf der Nordseite der Bibliothek bietet eine großzügige Fläche, Raum für den Wochenmarkt. Außerhalb von Marktagen und Öffnungszeiten soll diese Fläche zum verweilen und erholen einladen.

Formfindung
Die Bibliothek besteht aus mehreren, aneinander gereihten und sich räumlich verschneidenden Baukörpern. In den Schnittstellen befinden sich die Nebennutzungen wie Aufzüge, Treppenhäuser, Toiletten, Verbuchung und Technikzonen. Auf allen Geschossen entstehen durch diese „Spangen“, klar zonierte Bereiche. Dadurch können die verschiedenen Themen des Gebäudes in separate und flexible Bereiche aufgeteilt werden. Eine elegante Stahl-Spindel-Treppe ist von beiden Plätzen ein zentraler Dreh- und Angelpunkt und verknüpft alle Geschosse miteinander.

Grundrisskonzept
Im Erdgeschoss ist der Empfangsbereich mit Informationstheke, Garderobe und das Bücherarchiv. Hier entsteht der erste Themenbereich mit „aktuellen Zeitschriften und Medien“, sowie „Tageszeitungen“. Ein kleines Café, dazugehörige Büros und Lagerbereiche finden auf der Nordost Seite ihren Platz. Das 1. Obergeschoss bietet Platz für die Themenbereiche „Wissen“, „Lokal - Regional - Global“ sowie eine „Kinderbücherei“. Darüber hinaus finden die Besucher im 2. Obergeschoss einen großzügigen Lesesaal und den Themenbereich „Leben“. Im 3. Obergeschoss gibt es den Themenbereich „Kunstraum“, in dem unter anderem „Architektur“ seinen Platz findet. Das letzte Obergeschoss und die Dachterrasse ermöglicht Veranstaltungen durchzuführen.

Fassadenkonzept
Die Aluminiumlamellen, die durch ihre Anordnung die einzelnen Geschosse ablesbar machen, geben nicht nur gestapelte Bücher wie in einem Regal wieder, sondern dienen auch als Sicht- und Sonnenschutz. Elektrisch steuerbar, lassen sich teile der vorgehängten Lamellenfassade öffnen und schließen. So kann Beispielsweise ein Veranstaltungsraum nach Bedarf mit Tageslicht oder abgedunkelt, mit Kunstlicht, bespielt werden. Die Farben der Lamellen lassen sich aus den Fassadenfarben der umgebenden Bebauung ableiten.

Farb- und Materialkonzept
Vom inneren Erscheinungsbild verhält sich die Bibliothek reduziert und zurückhaltend. So wurde gezielt auf ständige Materialwechsel verzichtet, sodass sich der Besucher voll und ganz dem Lesen widmen kann.

Campus Masters Wettbewerb


März / April 2015

Facts

Hochschule:
Hochschule RheinMain

Lehrstuhl:
Prof. Fuchs, Prof. Kleinekort

Präsentation:
10.02.2015



Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
ArchiCad, Photoshop, InDesign

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